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Vertrags, als mancherlcy G.'stalttn, in denen sie dr'ö Wahrheit zeigt, um sie in einer oder der andern angenehm zu machen.

Habt ihr die Schönheit der Tugend gchhen, die die Moral auszu­breiten bemühet ist, so betrachtet auch Die häßliche Gestalt des Lasters, des­sen Ausrottung ihr Endzweck ist Es ist Der gefährlichste Feind der Mm- schen; feine Lüste sind ein tödliches Gift für unsere Seele. Es zerstöret das Wohl des ganzen menschlichen Geschlechts, und jedes einzelnen Men­schen, der sich ihm überläßt. Welche Heere von Elend und Unglück breitet der Ehrgeiz, die Ungerechtigkeit, Grausamkeit, die MenschenfeindschafL und der Geiz über den Erdboden aus. Entspringen nicht daraus die meiste Plagen? die das menschliche Leben verbittern und unglückselig machen? Und die Laster der Wollust, der UnmGgkeit und Verschwendung, welche Quel­len von Uibel sind sie nicht? Kinder die in Armuth und Hunger schmachten; Junglmge die in ihrer Blüte dahin sterben, oder von dem Folgen ihrer La­ster aus das Lager gefesselt sind; Männer die von den Ausschweifungen Dee Jugend entk ä tet ihr elendes Leben verwünschen, sind ein unglücklicher Be­weis von der entsetzlichen Natur dieser Laster. Welche Unruhen foltern nicht die Seele des Lasterhcmen, wenn er aus dem Taumel der Sinnlich­keit zu sich selbst kommt Der innere Richter, Den er mit aller Mühe nicht ganz unterdrücken kan, wacht doch endlich einmal auf, und st.llt ihm das Bild seiner Verbrechen in seiner ganzen abscheulichen Gröse vor.

Sind diese Betrachtungen richtig, und wer kau ihre Wahrheit m Zweifel ziehen? so ist die Sittenlehre, auch als eine Feindin des Lasters ol# ter innerer Hochachtung roürcig. Aber wir wollen jede Pflicht, zu deren Ausübung sie uns amreibt und aufmunlert, stückweise betrachten.

, . Sie kehrt uns unsere Verhältnisse und Verbindlichkeiten gegen das HSchste 2vescn. feie fuhrt uns durch die Betrachtungen seiner'Macht, Güte und Wnshen, die sie von ihren Schwestern der natürlichen Theo­logie und der Raturlehre entlehnt, zu der klebe und Ehrfurcht, die wir die­sem Unendlichen ichuldig sind. Sie erweckt unser Vertrauen auf seine über «lies wachende Vorsehung, die feurigste Dankbarkeit für seine WohitlMn,

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