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Umstand, dessen aber weder Herr von Essarz noch Herr Vakle^serb Erwähnung thun, betrifft das Wachen und Schlafen. Billig soll man den Ammen ihre gehörige Ruhe gönnen, und wenn sie etwa eine Nacht mit unruhigen Kindern hätten wachen müssen, soll man ihnen hernach gegen Morgen eine Wärterin zu Hülfe geben, damit sie ausruhen können, weil durch vieles Wachen die Milch nicht allein verschwindet; sondern auch hitzig wird. Im übrigen dürfen Ammen auch nicht verschlafen seyn, weil es leicht geschehen kan, daß'sie ihre Säuglinge mit den Brüsten ersticken, oder sie wohl gar erdrücken. Dieser Gefahr vorzukommen hat man zu Florenz eine besondere Maschine erfunden, darunter die säugende Kinder gelegt, und also gestillet werden müssen: und darf bey Strafe des Kirchenbannes, keine Amme ihr Kind anderst säugen. Es ist eine besondere Art von Sprügeln über die Wiegen-, und wird Avucao gemimt. In den übersetzten Ab^ ^andümgctt der K. Schwedischen Acad. der Wissens. N. B- S. m. f. ist sie mit einer Beschreibung in Kupfer zu sehen.
Wann das Kind in langer Zeit nicht an der Brust gewesen ist, muß man eben so behutsam seyn in Ansehung des Maases der Milch, so man ihm auf einmal zu nehmen erlaubt, als man bey einem erwachsenen Menschen ist, welcher einen ganzen Tag, oder auch wohl mehrere ohne Essen zuge- brachtbat.
Nach der Meynung der Ammen ist es ein Merkmal von der Gesund- h-eit des Kindes, wenn es die eben zu sich genommene Milch ganz leicht und ohne viele Umstände wieder wegbricht. Diese Einbildung ist sehr irrig. Es ist gewiß, daß ein Kind sich um keiner Ursache willen bricht, als weil es sich mcht wohl befindet, und nicht verdauen kan. Man muß ihm also nicht gleich wieder die Brust geben; sondern so lang warten, bis ihre Unpäßlichkeit, es mag nun selbige von einer Art seyn, wie sie wolle, vorüber ist, und der Magen seine Kräfte und Einrichtung, so er von Natur haben muß, wieder bekommen hat. Hieraus ist ebenfalls leicht zu schliessen, daß man einem Kinde, zu der Zeit, wenn es die Zahnschmerzen zu empfinden anfängt, oder, wenn es sonst von einer Krankheit befallen ist, gar mäsiglich und vorsichtig die Brust zu geben habe.
In den ersten Tagen muß man den Kindern schlechterdings keinen Brey geben. Man hat viele Epempet., daß Kinder mit Bauchgrimmen und Krampfzuckungen befallen worden sind, blos deswegen weil sieden ersten Tag an einer fremden Amme gesogen haben. Wann nun die Milch der Amme solche schlimme Folgen nach sich zieht, was soll man von einer lC' ■ . ft


