und Nachrichten. z-r
Wickeszeugs gedrückt wird, theils von einer Nadel die es sticht, oder von der Scharfe seines Unfiaths, oder weil es ihm zu warm, oder zu kalt ist; öfters auch davon, weil es zuviel gegessen hat, herkommt. Wie oft man übrigens den Kindern die Brust geben muffe, läßt sich überhaupt nicht bestimmen. Die Amme muß sich hierin» nach der Gesundheit des Kindes, nach dessen Stärke und Appetit richten. Befindet sich selbiges wohl: so kan sie ihm vier- oder fünfmal des Tags, aber allemal nur masig,die Brust geben. Nur muß sie auf diese Ordnung so genau nicht halten, wie einige thun, daß sie, so bald die Stunde da ist, den Säugling aus dem tiefsten Schlaf aufwrcken. Diese Gewohnheit hat sehr viele der schlimmsten Wirkungen. Wenn das Kind wirklich hungrig ist, |o wird es sein Verlangen durch mancherlei) Zeichen zu erkennen geben, die nm» aus der Erfahrung leicht lernen kan, wohin aber das Weinen, wie schon gesagt worden ist, nur selten gerechnet werden kan.
Die Amme muß wenigstens bereits vor drei) oder vier Stunden ge- geffcn haben, wenn sie das Kind saugen will. Vorher hat die Milch ihre rechte Vollkommenheit noch nicht. Wenn sie in langer Zeit z E- innerhalb vierzehen oder mehr Stunden nichts gegessen, indessen aber starke Bewegung gehabt hätte: so wird ihre Milch gelb, wäffericht und unrein; sie erregt Darmgichten, Erbreche» und Convulsionen. Diese Folgen zu verhindern kann die Amme einigemal abgekocht Gersten - und FenchelWasser trinken. Dieses Getränk wird ihr noch vor Verlauf einer halben Stunde eine sehr süsse und überfiüffge Milch machen. Sollte sie etwa von jenen gefährlichen NahrungsMitteln, Sallat, Wein,Coffee u.d gl. zu sich genommen haben: so darf sie das Kino nicht eher, als fünf Stunden nachher anlegen. Zu der Zeit, wenn sie krank ist, das Fieber hat, oder von einer Leidenschaft beunruhiget wird, muß sie nie das Kind stillen. In diesen Fällen kan man entweder von einer ander» Amme das Kmd säugen lassen, oder es mit ThierMilch, welche man mit Gerstenwasser verdünnt hat, erhalten.
Daß man dem Kinde Einhalt thun müsse, wenn es zu gieng saugt, ist klar genug. Es können sonst leicht einige Tropfen Milch in die Luft- Röhre satten, welche ein starkes Husten erregen können. Diesen Husten zu erleichtern brauchen die Ammen das gefährliche Mittel dem Kinde mit der flachen Hand in den Rücken zu schlagen. Man sollte li her seinen Kopf etwas schief halten und es auf diese Art husten lassen ; so würde cs weit ge- schwindtt davon kommen. Ein bey dem Verhalte» der Ammen wMigev
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