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Wenn doch nur meine Nachbarin. die Frau Falschsinn zu Hause wäre; sie könnte mir am besten helfen. Denn jedermann, der vor ihrem Fenster vorbeygehet, bekommt feinen Theil. Dort geht Philint, sagt sie, er geht blos der Mademoiselle ** wegen vorbey. Er ist ein guter Menjch, aber er hat keinen Verstand; er weiß keine drey Worte zu reden. Ich sag­te ihm neulich, es wäre schön Wetter, und er war nicht geschickt genug, eine kluge Antwort darauf zu geben. Dort geht Dorant! Sein Kleid ist niedlich: wenn es doch auch bezahlt wäre! Er ist mein guter Freund, ich will ihm nichts Böses nachreden; aber ehestens wird er eine Banqueroute spielen müssen. -0 dort geht meine beste Freundin, Mademoiselle *£)**! Was das Mädchen für einen Mang bat! Wie sie so stolz ist! Das arme Ding, sie wird noch lange auf einen Mann warten müssen. Das wäre ge­nug. Ick will Sie nicht länger mit den Anmerkungen der Frau Fallchsinn aufhalten; meine eigne sollen Sie haben.

Dorten geht ein Mann in einem dunklen Kleide. Er schleicht sich in die einsamsten Gange, nimmt eine tiefsinnige Mine an, und sieht nach keinem Menschen. Es ist Herr Leerhaupt. Der gute Mann! er will haben, daß man von ihm glauben soll, daß er denkt. Aber nein, so sehr betrügt tt bie Leute nicht. Herr Leerhaupt kau so wenig denken, als ein Stutzer, und doch will er dafür angesehen seyn, als wenn er dächte. Deswegen macht er eine so menschenfeindliche Mine. Sie wollen eine Comödie spielen, Herr Leerhaupt, Sie sind aber nicht fertig genug in ihrer Rolle. Gehen Sie immer weiter, ich habe mich schon satt an Ihnen gesehen!

Dort gehen sechs Mannspersonen mit einander. Sie sehen zerrissen aus. O es sind witzige Köpfe! Sie lachen aus vollem Halse. Sie wol­len den Leuten weiß machen, daß sie gute Einfälle haben. Die arme Narren!

Was ist das für eine stolze Figur, die sich da hervordrängt! Ihr Leute w icht aus! Er hat Gold auf den Kleidern, Gold in dem Beutel, Gold auf dem Hut; nichts ist leer bey ihm als der Kopf. Er sieht alle Leute die vorbey gehen, verächtlich an. Das ist kein Wunder. Alle Leute haben nicht eine Tonne Goldes im Vermögen. Der reiche Herr Chrysor! Was das nicht für im artiger Mann ist! Alle Frauenzimmer sehen sich nach ihm um Er ist dumm; daraus läßt sich schliessen, daß er stolz ist: er ist stolz; und folglich ist er dumm. Bey Tische rst er noch erträglich, beson­ders, wenn man bey ihm speist. Denn er hat einen guten Koch, und kau

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