rsS Gr'esische wöchentlich - gemeinnützige Anzeigen andern UnivcrsitätsVerwandten aftione reali belangen will, die Wahl, ob er die Klage vor der Universität oder dem iudice rei firae anstellen wolte.

§. 7-

Hieraus kan man beurtheilen, was von dem Vorgeben zu halten sey, wenn man ex capite prorogationis einer Universität die Gerichtsbarkeit in reahbus m einzelnen Fällen zwar zugesieben, überhaupt aber ableugnen will. Denn nach der vorgetragenen ersten Meinung ist die Universität al­leiniger iudex competens, so wie sie nach der dritten Meinung cum foro rei lirae eoncurrentem iurisditiionem hat, folglich fällt in bcyden Fällen der Gedanke einer prorogation weg, indem in cafu concurrenus imisdi- fhoms zwar praeventio, nicht aber prorogatio, gedacht werden kan. Mill man endlich die zweyte Meinung annehmen, so kan um deswillen fei# ue prorogatio statuirt werden- weil derjenige Richter, auf welchen man die Gerichtsbarkeit pwrogiren will, t)ie fpeciem iurisdiftionis , ad quam praefens caufla pertmet, haben muß,, indem die prorogatio de caufla ad caufTam ungültig ist. Folglich ist der Wahn einer prorogation irrig und wider die ersten Anfangsgründe anstossend. E. D.

Die Fortsetzung folgt künftig.

Folgender Brief ist eingelaufen.

Meine Herrn!

M§le wißen es selbst, daß die Kenntniß der menschlichen Gemüther in der Sittenlehre sowohl, als in der Dolitick eine Sache von der , , gasten Wichtigkeit ist. Auch die verschiedene Mittel, und die Ge-

legenhcrten , welche uns diese so nöthige Wissenschaft erwerben können, sind Ihnen nicht unbekannt. Aber vielleicht haben Sie noch nicht daran ge­dacht, daß auch die Spaziergänge sehr gut zu dieser Absicht gebraucht wer­den können. Ich wohne an einem Ort, wo ich einen volkreichen Spazier­gang übersehen kan, und vertreibe mir manche Stunde damit, Anmerkun­gen-über die vorbeygehcnde zu machen, und ihren Cbaracter aus ihrer Auf­führung zu entdecken. Wollen Sie eine Probe von diesen Anmerkungen haben? So erlauben Sie mir denn einmal, daß ich mich an mein Fenster stelle, und meine Beobachtungen eben so auffchreibe, wie sie mir vor­kommen.

Wenn