K6<» Gresische - wöchentlich - Lemer'rmStzrge Attzertzett

artig genug vom Wetter und von der Haushaltung reden. Aber wann er von Tische aufgestanden ist, ist er das unerträglichste Geschöpf. Wenn er doch nur geschwinder ginge, daß ich ihn nicht so lange ansehen müßte!

Hier kommen drey geputzte Frauenzimm rl Sie lachen; ich weiß nicht warum. Ich wette, sie wissen es selbst nicht. Sie lachen über alle an­dere vorbeygehende, und alle andere vorbeygehende lachen über sie.

Dort schleicht sich Mademoiselle Spürhündin in den Spaziergang. Des schönen Wetters, oder ihrer Freundinnen wegen geht sie nicht spazie­ren. Nern! ihre Absicht ist blos, auf alle Leute Achtung zu geben, um es hernach ihrer Frau Mama wieder zu sagen. Hat sie viele Anmerkungen gemacht / und viele Leute über die Zunge springen lassen; so bekommt sie zu ihrem Abendessen eine doppelte Portion. Wann sie gar nichts neues erfah­ren hat, muß das arme Mädchen fasten. Es ist ihr nicht zu verdenken, daß sie auf alle Leute sorgfältig Achtung gibt.

Wer find die zwo Schönen, die einander mit so spröden Minen arü- ftn, und einander spöttisch nachsehen. Die eine ist, wenn ich recht sehe, das Fraulern von Ahnensto'z, und die andere ist das stolze Bürgermädchen Eleone. Nun weiß ich, warum sie einander so freundliche Blicke geben Eme M verachtet die andere von ganzen Herzen, und alle beyde haben ' recht. Sie sind beyde stolz, und glauben von sich, daß sie artig und klug sind, und darum haben sie alle beyde Unrecht. Die Ursache ihres Stolzes und ihrer Feindichaft ist, daß das Fräulein 16 Ahnen beweisen kan, und daß Cleone 16 Tausend Thaler im Äermögen hat.

Wer sind die StaatsLeute, die dort in so ein ernsthaftes Gespräche verwickelt zu seyn scheinen? Ihr Leute gehet doch aus dem Wege- Stört sie mcht! Sie werden roth und blau in dem Gesichte; siefechten mit den Händen. Ganz gewiß hangt die Wohlfarth des Staats an ihrem Ge­spräche. Geher doch aus dem Wege! Sie schreyen so laut, daß ich sie bis an mein Fenster höre. Ihr Leute, bleibet nur stehen! Sie streiten derma­len blos darüber, ob der Champagner Wein besser ist, als der Tokayer.

muß.wohl der Mensch in dem zerrissenen Kleide seyn, Verein Blatt Papier m der Hand hat, und einen andern fest hält, der sich alle Muhe gibt, ihm auszureiffen? Ganz gewiß ist es ein Gläubiger, der irgend emen jungen Herrn mahnet, und unverschämt genug ist, etwas von ihm wieder zu fordern, was ihm von Rechtswegen gehört. - - Sie kommen

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