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grdfern Stärke, als bet) der Betrachtung des lehrreichen und nachahmungs- würdigsten Lebens, durch welches sich der Philosoph unsrer Zeiten und der ganzen künftigen Nachwelt/ Herr Alexander Goeelreb Baumgarten, vormahliger Professor der Philosophie zu Frankfurt an der Oder/ verewigt hat. Das ganze Leben dieses unsterblichen Gelehrten, dessen Nahmen die Enkel nie ohne Ehrfurcht nennen werden/ ist das unvergleichlichsts Gemähl- de der menschlichen Weisheit, der edelmüthigsten Tugend, der zärtlichsten Menschenliebe, der bewundernswürdigsten Standhaftigkeit im Leiden, und der unerschrockensten Grosmuth im Tode. e .
Vergönnen Sie mir H. daß ich diesem verehrungswurdi- gen Weltweisen in Ihrer Gesellschaft ein schwaches Denkmal meiner ner Dankbarkeit stifte, die ich Seinem Werth und Seinen Lehren schuldig bin. Vergönnen Sie mir, daß ich Ihnen ein vollkommnes Bild von diesem Mann entwerft, der auf die Hochachtung aller Verehrer der Wahrheit und Tugend den gerechtesten Anspruch machen kam Ich würde ein Werk unternehmen, das meine Krafts zu sehr überstiege/ wenn ich Ihnen Baumgartens unschätzbare Eigenschaften in allen Scenen Seines ruhinvollen Lebens zeigen; wenn ich in meinen Betrachtungen über Ihn bis zu den ersten Entwicklungen seines seltnen Genies zurückgehen, wann ich die Ursachen feiner künftigen Gröse in seiner frühen Kindheit erforschen/ und ihren erstaunenswürdigen Wirkungen in seinen reifem Jahren Schritt vor Schritt folgen wollte. Eine so genaue Bearbeitung dieser fruchtbaren Materie würde freilich eine reiche Quelle seyn, aus welcher ein philosophischer Kenner des Menschen die sichersten Regeln zu einer vernünftigen Bildung des menschlichen Herzens und Verstandes schöpfen könte. Aber das Gefühl meiner Schwache rath mir an > diese tiefere Untersuchungen Ihren eigenen Betrachtungen zu überlassen. Ich wähle unter den vielen Vorzügen, durch welche Baumgarten der ganzen Welt hochachtungswürdig ist, nur einige zu meinem Gegenstand. Dieser verewigte Weise war nachdem Zeug- njß der Wahrheit ein Philosoph vom ersten Rang, ein vollkommner Lehrer, ein vortrcsticher Schriftsteller, ein rechtschaffner Mann, und weil der Christ nur ein rechtschaffner Mann seyn kan, ein würdiger Christ. O daß mich ikt Baumgartens Geist beseelte, damit ich Ihnen diese Seiten seines ausgebreiteten Werths mit den gewähltesten Farben abbilden könte! Erhöhen Sie selbst das Gemählde dieses grosen Mannes, wenn meine Schilderungen nicht so stark, nicht so anmuthig werden solten, als sie werden tönten, wenn Baumgarten von einem Baumgarten erhoben würde.
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