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heit gemäss Beschaffenheit zu verschaffen. Ist aber wohl zu vermuthen, daß eine gemiethete Säugamme sich der vorgeschriebenen Lebensordnung mit so vieler Treue, als eine Mutter, unterwerfen werde? zuweilen ist die Mutter Krankheits- oder andrer Mstantze wegen nicht, im Stande ihr Kind selbst zu saugen: in diesem Fall ist ihre Schuldigkeit'M Sorgfalt in der Wahl einer Amme anzuwenden, welche möglich ift Diese soll zwischen dem fünf und zwanzigsten und fünf und dreysigsten Jahre seyn. Denn wenn sie entweder junger oder alter ist, so ist sie in beyden Fällen nicht im Stande, Milch in genügsamer Menge, oder von guter Beschaffenheit zu liefern. Daß die Amme bereits etliche Kinder gehabt habe, und schon vor zwey oder drey Monaten entbunden seyn müsse, ist eine unnöthige Erforderniß. Man muß die Ammen nicht allein aus ihrem äusseren Ansehen und Leibesbeschaffenheit , wiewohl man daraus schon manches schliefen kan, beurthei- len; sondern sie noch überdas durch einen geschickten Arzt untersuchen lassen. Die Gesundheits Umstände der Amme sowohl als die Leidenschaften, dahin vornehmlich, der Zorn, die Bosheit und der Trunk gehört, haben einen wichtigen Einfluß auf des Kindes Gesundheit. Nach heftigem Schrecken oder Zorn soll daher die Amme dem Kind nicht gleich zu trinken geben; sondern wenigstens 4 bis 5 Stunden vorbey lassen, und in solcher Zeit allvorhanden gewesene Milch sich durch einen jungen Hund, oder durch Zieh- Gläser, oder andere dazu dienliche Werkzeuge aussaugen lassen, oder selbst ausmelken, und darauf ein ArzneyMittel, welches die gelieferte Milch zer- theilt, einnehmen. Die Saugende sollen sich ferner der ehelichen Beywoh- nung mit ihren Männern enthalten; zur Zeit ihrer Reinigung das Kind nicht saugen, sondern sich ausmelken, bis die Reinigung zu Ende gehet. Wir müssen unsre Anmerkungen schliefen, und die Fortfezung auf eine andere Zeit versparen. Die elenden Urtheile gewisser Leute, über diese Abhandlung, welche wir kürzlich hörten, sollen uns nicht, abhalten, vielleicht inZukunst noch ein Blatt mit eben der Materie anzusüllen. Wir würden diese Herrn ersuchen, daß sie diese Gütigkeit haben möchten Stoff zu bessern Abhandlungen anzugeben, wenn wir glaubten, daß sie fähig dazu waren. Was soll man also mit solchen Leuten anfangen? Ihr Verstand ist zu böotisch, als daß man ihnen begreiflich machen könnte was gemeinnützig ist? Wik wollen über sie lachen! .
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