ul Gr'efisthe wöchentlichgemeinnützige Anzeigen

Von Anlegung eines Buchwaldes.

Man fahret fort, von Pflanzung der nützlichen Waldbaume kürzlich zu handeln, ungeachtet es einige nicht gern sehen möchten; denen doch die Nothwendigkeit und der Nutzen des Holzes gar nicht unbekannt ist, und die sich leicht vorsteüen können, wenn sie wollen, was der Mangel des Holzes auf die Nachkömmlinge mit der Zeit, oder bald, vor Unheil nach sich ziehen kan, und wie nöthig und gemeinnützig es also sey, Bäume, Daran ein bekannter Abgang ist, anzupflanzen.

Die Buche, Fagus, welche von der Hag - oder Haimbuche Carpi- nus sich unterscheidet, ist ein schöner grofer Waldbaum, der so wohl männ­liche als weibliche Blüthe bringt, sein« Blatter sind glatt, glänzend von dunkelgrüner Farbe, die Rinde ist glatt und weiß, und seine Frucht, welche man Bucheckern nennet, dreyeckig.

Dieser Baum, welcher in blosem Sand und Thon nicht geräth, er­fordert einen lockeren, guten und feuchten Boden, gegen Morgen oder Mitternacht. Die Erfahrung hat gelehret, daß die Buchen besser in ab­hängigen Gegenden, als auf hohen Bergen und Flächen fortkommen. Sie werden entweder durch die Bucheckern, oder durch das Versetzen fortge- pflanzek. In dem ersten Fall werden sie nicht wie die Eicheln gesäet, son­dern nach dem man die auserlesene Bucheckern bey trockenen und stillen Wetter gesammelet hat, säet man sie Reihenweise in nicht alzutiefe Fur­chen, und macht das Feld mit der Ege recht gleich. Die Zubereitung des Bodens muß eben so ftyn, wie bey den Eichwäldern. Nämlich, je mehr man den Boden bearbeitet und das Erdreich in kleinere Stücken zertheilet, desto besser ist es. Die beste Zeit zum säen, ist wie die Erfahrung lehret, in dem Anfänge des Winters, bey trockenen, doch gelinden Wetter. Weil die Buchen nicht recht wachsen wofern sie keinen Schatten haben, so ist es sehr gut, wenn man in dem Frühling das Feld, wo die Buch­eckern den Winter vorher sind gesäet worden, mit Hafer säet, jedoch nicht zu dick, daß die jungen Bäume nicht davon erstickt werden. Damit ih­nen der Frost in dem Winter keinen Schaden verursache, so werden die Stoppeln von den Hafer in etwas hoch gelassen. In den folgenden Jah­ren giebt das Gras ihnen Schatten gnug. Im dritten Jahre müsse»! den jungen Buchen ihre Aeste schon abgeschnitten werden, man laßt sie hernach