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und die Frauenmilch diejenige ist / die Dich Eigenschaften vor allen andern besizt; so muß man derselben billig von andern übrigen Milchgattungen den Vorzug geben. Hingegen die Mich der Thiere ist unter sich folgender gestalt nach einander zu ordnen : i) die CM-rmd PferdeMilcb, w-'lche chre wenigsten kästchten Tbeile hat. rst Die Ziegenmilch. Die Kuh- Milch. 4) die Schaafmilch, welche am allcrkässchsten ist. Die berühmtesten Aerzte haben darüber gestritten, ob man ein Kind mit Frauenmilch oder mit Thiermilch erziehen solle. Veyde Theile führen Gründe für sich an ; aber wir glauben, daß die Gründe für die Frauenmilch starker sind, als die Gegencheiligen. Unsre beyden Schriftsteller sind auf unsrer Seite. Sie vertheidigen ihre Meymmg, und lösen die Einwürfe darwieder weitläustig auf. Daß es eine Pflicht der Mutter sey, ihr Kind selbst zu saugen, ist hundertmal gesagt, und eben so oft bewiesen worden ; und dennoch gehet die Gewohnheit, die Kinder durch Säugammen stillen zu lassen, in verschiedenen Landern noch 'sehr stark im Schwange. Es ist nicht nur der Ordnung der Natur gemäß, daß die Mutter ihr Kind säugt: auch selbst ihr eigner Nuzeu verbindet sie dazu. Die Gefährlichkeiten, denen sie sich aussezt, wenn sie diese Pflicht unterläßt, sind so mannigfaltig und gros, daß wir mit der bloftn Beschreibung derselben leicht einige Seiten anfüöen könnten, wenn nicht die tägliche Erfahrung für uns zeugte. Daß auch dem Kinde gross Vortheile zuwachsen, wenn es von seiner Mutter gesäugt wird, ist eben so offenbar. Die Muttermilch hat weit mehr Aehnlichkeit mit den Säften des Kindes, als die Milch einer fremden Person; sie stehet auch immer in einem Vcrhältniß mit dem Zustande des Kindes, indem sie in den ersten Tagen nach der Geburt eine reinigende, verdauende und abführende Kraft hat, nnb den Leib oft besser und sicherer als die auserlesenste Abführungsmittel öffnet. Sie sticht ganz gelinde die Fasern des Magens und reizt selbige zur Bewegung. ' Wegen ihrer Wäßrichkeit wrrd sie den fieberhaften Anfällen, welche die Geburtsarbeiten, und das erste schwehre Athemholen fast allemahl nach sich zu ziehen pflegen, lindern. Kurz diese erstere Milch wird das Kind vorberciten und geschickt machen eine nchrhaftere, dergleichen es nachher von feiner Mutter bekommen wird zu verdauen. Ausserdem ist es nöthig, daß, da das Kind verschiedenen Krankheiten unterworfen ist, die Amme um derselben willen sich blos an gewisse, entweder kühlende oder sauere oder laugenhaste u. d. g. Nahrungsmittel halten muß, um ihm Milch eine der Natur" der Krankheit


