und Nachrichten- 177

Zen 'Zeiten , und zwischen der altern Geschichte der noch itzt / blühenden Reiche und Staaten macht. Die altere Geschichte von Schwe­

den z.E. von Pohlen, Rußland u. s. w. ist freilich für die meisten Gelehr­ten nicht erheblich und brauchbar genug. Man we-ß hiervon genug, wenn man nur so viel gelernt hat, daß man daraus die ncuereBegebenheiten und die itzige Verfassung dieser Staaten verstehen kan. Aber wird man dieses auch von der altern UntverfaWston'e mit Grunde behaupten können? Wird man ebenfals die Zulänglichkeit einer so geringen Bekanntschafft Mit der Gejchichte des Volkes Gottes, mit der Geschichte Griechenlands, Roms und des Christenthums zn erweisen im Stande seyn? Wenn man nur be­denkt, daß der Werth einer Geschichte besonders von dem Betrachtungs­würdigen der Dinge abbangt, die sie zum Gegenstand hat: so wird man gewiß nicht an der Vortrchchkeit der alten WeltHstorie zweifeln wollen. Dann was kan die Betrachtungen eines nachdcnkendcn Geistes mehr verdie­nen, was kan sie würdiger unterhalten, als die Schicksale des israelirischett Volks, und die Begebenheiten der Christen, diese Begebenheiten, welche mit den herrlichsten Thaten des Allmächtigen durchfiochten sind? Welch eine erstaunende Menge der glorreichsten Unternehmungen; welche erhabene Verspiele eines wahrhaften und nicht blos von dem täuschenden Rufe erho­benen Heldenmuths, was für kluge und weise Veranstaltungen der tiefsin­nigsten Staatskunst, was für reizende Gemälpe der Gerechtigkeit, der Mässigung, der Menschenliebe, der Standhaftigkeit, der patriotischen Treue, kurz aller Arten von Tugenden enthält nicht die Geschichte der Griechen und Römer? Wie erfüllt ist nicht die Historie aller verblühten Reiche des Al- terthums mit den wichtigsten Staatsveränderungen, und beinahe unglaub­lichen Revolutionen, die so fruchtbar an Grundsätzen für den Staatsmann find, der sie mit Aufmerksamkeit untersucht? Äusser diesem Betrachtungs­würdigen der alten Geschichte spricht noch für ihren grosen Werth haupt­sächlich die Würde der berühmten Männer, welche uns diese Begebenhei­ten geschildert haben. Man begreift leicht, daß die Erzählung merkwürdi­ger Staatsveränderungen und heldenmüthiger Thaten weit vortreflicher seyn müsse, wenn sie uns von Personen geliefert wird, die selbst StaatsMänner und Helden waren, als wenn sie von der Feder akademischer Lehrer entwor­fen wird. Diese Männer können brauchbare und vevehrungswürdige Ein­sichten besitzen. Sie können sich richtige Begriffe von der Politick erwor­ben, und rhre Grundsätze oft und fleisig durchgedacht haben. Und dennoch

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