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werden sie »ft i» i>w Beurtheilung der Anschläge, der Ausführungen, der Erfolge wicht^gek »Handlungen irren, weil es ihnen an einer vrackischen Staatskunst fehlt, weil sie den Mangel einer auf tausend Erfahrungen ge- -ründ-ken Krreg««lugheit fühlen, di- oft aus den geringsten' Lagen der Dmge die surkrcfiichsten Stratageme erfindet. Wenn ich also die alte Ke. schichte aus diesem G-schichkSpuncte betrachte: so behauptet st- nicht nur «men sehr grosen Werth, sondern auch einen ganz ausnehmenden Vorzug r»r den meisten neueren Geschichten. Vielleicht ist Friedrich ein gröserer Held und auch ein gröscrcr Geschichtschreiber, als Cäsar war. Aber wann Deutschland in vielen Jahrhunderten vielleicht nur -inen Büiiau, Frank, "ich nur einen Sossvct/ nur einen Fleury, Rußland nur cinenLayer, und die Niederlande nur einen Grotius aulzeigcn, und sich rühmen können, daß ihr- Gefchichtichreiber zugleich StaatsMänner waren: so kan man auf der andern S-it-sagen , daß Griechenland und Rom fast immer eben so viel G-fchchtschr-iber als Helden und SkaatsMänner zählt. Känie auf genauere Vergleichungen an; welcher heutige Geschichtschreiber würde mcht s-,ne Schwache gestehen, wenn man ihn einem Thucydides, Xeno. phon, Ctesias, Polybius, Hirkius, Dionysius, Sallustius, NepoS, Livius, Tacitus oder Suetonius an die Seite setzen wollte» Jederman weis die gegründeten kobsprüche, welche die grösten Gelehrten den verewigten Meisterstücken dieser verehrunswürdigen Männer zu allen Zeiten crtheilk ha­ben. Polybius ist der keibAutor des Weltweiscn von SansSouci, der -rielleicht allein genug ist, ihn zu übertreffen, oder ihm wenigstens gleich zu «erden Und Vie besten Kenner der Geschicht« haben die Jahrbücher des Tacitus vor die lehrreichsten Systeme der Moral und Politick, und vo, die richtigsten Abbildungen des menschlichen Herzens erklärt.

lL Blos durch diese Vorzüge würde sich die alt- Geschicht- i-dem weisen Liebhaber der Wissenschaften auf das beste empfehlen, wenn sie auch kein weiteres Verdienst hätte. Aber sie verdient noch um vieler andrer Ursachen willen die Hochachtung des Gelehrten. Ich will davon nicht reden, daß der moralische Redner und Dichter durch die erhabnen Beispiele, die er aus ihr hcrnimmt, seinen Arbeiten den prächtigsten Schmuck anlegen ka». Ich will daran Nicht gedenken, daß ohne die Kentnis der altern Geschichte di« bewundernswürdigsten Meiste: stücke der Mahlcrey und Bildhauerkunst gar nicht berstanden werden können, und daß man ohne die Vekantschast mit

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