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sicht, so kommt der Augapfel leicht aus seiner Richtung und das Kind lernt schielen» Die häufigen Unglücksfälle , welche daraus entstanden sind, vaß man die Kinder in ein groses Bett neben erwachsene Personen gelegt hat/ sind Gründe genug gegen diese Gewohnheit. Auch haben viele Be- obachttmgen gelehrt/ daß einer jungen Person das Schlafen neben bejahr- ten, oder schwachen/ oder mit Flüssen / Seitenstechen, Gliederreissen und dergleichen Unpäßlichkeiten behafteten Leuten sehr schädlich ist.
Die bisherige Betrachtungen über die Wiege und das Bettlager des Kindes führen uns natürlicher Weise darauf, noch etwas wegen ihres ' Schlafes hinzuzufügen. Wnn man ein Kind zu lange schlafen läßt, sa werden die Säfte, wegen ihrer, zwar gleichförmigen/ dabey aber auch langsamen Bewegung dick, und fast aller Empfindlichkeit beraubt; und der Geist wird dumm, träge und stumpf. Hält man dagegen aber auch wiederum ein Kind ab, daß es nicht so lange, als der Schwäche seiner Natur wegen, nöthig ist, schlafen kau, so hindert man es dadurch an seinem Wachsthum und Starke. Die Zeit, wenn die Amme das Kind schlafen legen muß, ist ohngefehr eine Viertelstunde nachher, wenn sie ihm zu saugen , oder eine andere Nahrung gegeben hat. Es ist eine vergebliche Sorge, daß wenn der Säugling den Tag über schläft, er die Nacht nicht werde schlafen können. Wenn das Kind zur Nachtzeit aufwacht, und schreyt, so geschieht dieses nicht darum, als wäre es des Schlafens überdrüstig; sondern blos seine Nothdurft oder ein Schmerz sind die Stöhrer seines Schlafes. Man stille nur sein Verlangen, so wird man sogleich sehen, daß sich sein Weinen stillt, und es wird wieder fest einschlafen. Ein sehr schädliches Verfahren der Ammen ist es, wodurch sie die Kinder nach eingenommener Nahrung am Schlaf verhindern wollen. Sie schütteln selbige heftig, lassen sie auf ihren Händen herumtummeln, und auf eine unsanfte Weise wieder auf ihre Knie niederfallen. Ein genaues Maas deS Schlafes läßt sich nicht wohl bestimmen. Nachts mag das Kind schlafen solange es Lust hat. Hingegen wird es meistentheils genug seyn/ wenn eS den halben Tag über schläft. Wenn man es aufweckt, so muß dieses nicht plötzlich und mit Ungestümm geschehn, sondern nach und nach, weil ein plötzliches Aufwecken alle Bewegungen in feiiwr Maschine in Unordnung bringen kam
Der Beschluß folgt künftig,
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