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Von Anlegung eines Eichwaldes.
In hiesigen Gegenden findet man nur zweyerley Arten von Eichen, -je Stein - und die Rotheiche. Sie unterscheiden sich durch das Laub und Holz. Das Laub der Steineiche ist klein und Dunkelgrün. Das Holz weiß und fest, und besser Zum bauen. Die Rotheiche hat ein hellgrünes und grösseres Laub und ein röthlichtes Holz, das besser zum brennen ist. Beyde Arten von Eichen erfordern einen Boden der nicht zu trocken, noch zu Mß ist, der weder aus einem Thon noch aus blosem Sand bestehet; vermischtes, schwehres und dabey durchdringbahres Erdreich ist vor sie das dienlichste. Sie werden am glücklichsten von der Eichel als ihrer Frucht fortgepflanzet. Die beste Zeit sie auszusäm ist in dem October und November.
Wenn man auf ebene Flächen will Eichwälder anlegen, so muß der , Boden wohl umgeackert werden, am beiten ist es, wann er ein ganzes Jahr vor der Aussaat verschiedene mal gepflüget wird, und sodann liegen bleibt bis zur Aussaat. Die Erfahrung lehret, daß nichts besser die junge Eichbäume vor Hitze, Frost und Unkraut bewahret, als wann man Bir- kenSaamen mit unter die Eicheln säet. Die Eicheln dürfen nicht tiefer als höchstens zwey Zoll mit Erde bedeckt werden. In dem Aussäen darfman ja keine Eicheln sparen; dann je dicker sie stehen, Je schneller und gerader werden sie wachsen. Auf Bergen, wo man mit dem Pflug nicht fortkommen kan, muß man das Erdreich mit der Hacke wohl umhacken, hie Eicheln aber sollen nicht Furchenweis, sondern hier und da, doch aber so dick als möglich, in Löcher gesäet und wieder gleich gemacht werden, damit kein Wasser in den Oeffnungen sitzen bleibt.
Will man aber junge Eichen versetzen, so müssen solche nicht über vier Jahre alt seyn, die Versetzung muß in dem Winter vorgenommen werden, im Frühlinge gehet es niemalen glücklich von statten. Die Wurzel muß bev dem herausnehmen und bey dem versetzen wohl in acht genommen werden. Die Eicheln zum säen werden in dem Herbst bcy stillem und trockenem Wetter, wann sie von selbsten abgefallen, gesammelt. An niedrigen Orten muß das Wasser das von dem Schnee oder Regen sich gesammelt hat, und stehen geblieben, durch Gräben abgeleitet werden, weil es sonst jungen und alten Eichen tödlich ist. Dm junge» Eichen die Aeste abzuschneiden ist sehr schädlich. Werden sie nach der obigen Regel dicht gesäet, oder gesetzt, so verlieren sie von selbsten die untern Aeste.
Beschä-


