und Nachrichten.
Tage von sich gibt, ist unter allen Mitteln der Rhabarbersaft am besten. Es ist sehr nöthig, daß man nach der Geburt wenigstens zehen oder zwülff Stunden warte, ehe man das Kind anlegt; doch muß alsdann bereits ei» Theil des zähen Schleims, welcher Den Magen, den Schlund und den Mund selbst 'überzieht, von ihm gegangen seyn. Denn eS ist unleugbar, daß die Milch, wofern sie sich mit diesen Flüssigkeiten vermischte, davon gerinnen und unverdaulich werden würde. Um die Endledigung dieses zähen Schleims zu erleichtern, pflegt man dem Kinde etwas laulichten Wem mit Zucker einzuflöffen. Wenn der AuSwurf der Harnblase nicht gehörig erfolgt, so ist sowohl das Reiben des Bauches, als ein Breyumschlag von Milch, Brodkrumen und gebratenen Zwiebeln auf dem Unterleib; als ein Löffel voll Zwiebelbrühe, den man dem Kinde eingibt, von guter Würckung.
Das Wickeln der Kinder verdient eine besondere Aufmercksamkeit, das gewöhnliche Verfahren zieht hundert nachtheilige Folgen nach sich. Es ist die Ursache der ungestalten Bildung vieler Kinder; der Kreislauf des Geblüts wird dadurch gehindert; ein widernatürliches Auswerfen der Unreinigkeiten zuwege gebracht ; die Brust wird gedrückt - un- eben deswegen die Nahrung und der Wachöthum der Kmder gestöhrt; Brechen, Auszehrung, Brüche, Verrenckungen und eine ungestalte Krümmung der Beine verursacht. Man glaube nicht, daß wir den Gebrauch des Wickelns ganz und gar aufheben wollten. Nein, es ist nü- thig, um das Kind in einer festen und sichern Stellung zu halten, damit es sich nicht bey dem Wenden von einer Seite auf die andere, Schaden thue Allein könnte man nicht den widernatüvlichen Zwang darinn man es hält, vermindern, und es von den Zufällen denen es dergleichen Em- windeln aussetzt, befreien ? Die gröste Unbequemlichkeit bey dem gewöhnlichen Verfahren, besteht darinn, daß man die Kinder in ihrem Wickelzeuge zu fest einschnürt, und ihnen auf solche Art alle Mittel, die Lage ihrer Glieder, wenn ihnen dieselbe beschwehrlich wird, zu verändern, benimmt. Es läßt sich dieses leicht abhelfen, wenn man die Binden mcht sch sehr anzieht. Die vier oder fünf ersten Tage wickele man sie auf Die gewöhnliche Art, doch auch mit der Vorsicht, daß man den Verband nicht i« fest anziehe, und die Arme und Beine bey Zeiten, so, wie sichs am besten schickt, lege. So wie aber das Kind stärker wird, und von dem zwölften Tage an, Ian man, wenn man es in$ Bette bringt, seine Bm-
Dd r »e*


