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Wer aber ein mehrerS, unter irgend einigem Vorwand zu fordern, oder anzunehmen sich ermächtigen würde, der soll jum vierfachen Ersatz der Genommenen, der Gebende aber in die Strafe des Duph, jum Besim der Armen, ipfo fii&o verfallen seyn.
Wir versehen Uns, daß dieser Vorschrift von einem jeden werde genau nachgelebet werden, und seynd Euch in diesem Verlaß mit Gnaden wohlgewogen. Darmsiadt den n Jun. 1777-
Ex fpeciali Commiflione Sereniflimi.
Fürst. Hessische Präsident, Canzler und Geheime Räche daselbst,
g. C. Freyh. v. Moser. A. P. Hesse. Miltenberg.
Der Pfälzer Correspondent in der Berliner Bibliothek muß doch em gewaltiger dreuster Ignorant in der Litterärgeschichte seyn. Schon neulich hat ihn ein Präceptor wegen seiner Ignoranz sehr empfindliche Plagas gegeben , so daß wir uns sehr wundern, wie Herr Nicolai die fernern Sendschreiben eines solchen gesteupten Schülers noch in seine Bibliolheck eintu« cken kann. Doch die Janoranz ist ein menschlicher Fehler, den die Jugend sehr unterworfen ist. Jeder gutdenkender Mensch verzeiht ihn deswegen gern Aber wenn bey der Ignoranz noch Bosheit ist, wenn sich ein Knabe kein Bedenken daraus macht, dem Gewerbe und der Nahrung anderer Menschen Schaden zu thun, ohne daß sie ihn mit Wissen und Willen auf irgend eine Weise zur Rache gereizt haben, dann verdient er mehr als Pin- bas Wir können wenigstens bis auf diese Stunde noch nicht begreifen, was dem unbärtigen angeführten Pfalzer. Correspondenten bewogen hat, unsre Handlung vor dem ganzen Publiko verächtlich zu machen. Wohl dir vu loser Knabe, daß wir keine Ptäceptores sind! Aber zu deiner Beschämung müssen wir dir öffentlich sagen, daß Du uns offenbar Unrecht gethan hast. rea sn hier gar kein Geheimniß mehr, daß Mohr in Hirßfeld die Tolle« ränchriefe, und Jckler in Biedenkopf die Briefe eines reisenden Juden gebrückt und verlegt hat; und was die lezte Piece: Berliner Bibliothek «in pfälzer und Hessischer Llerus betrift, so lehrt es Vtt Augenschein eines jeden Büchervcrständiqen, daß die Lettern einen ganlfremden hier noch nicht gewöhnlichen Schnitt haben. Daö Publikum mag also nun«


