Giesser Wochenvllitt.
Vierzrhrntes Stück.
Dimstags -en i. April r 777.'
Met Hochfürstl. Hessen Larmstädkrsckcr gnädlgftec Erlaubniß. ""
Don den Mitteln unterirdische Quellen zu entdecken.
Tauberk, Mitglied der ökonomischen Gesellschaft zu Petersburg, QJ grebt das folgende als Wege an, um daraus zu erkennen, an wel' chen Orten Wasser unter der Erde befindlich sey, und man muß anerkennen, daß sie den Grundsätzen einer gesunden Naturlehre nicht widersprechen.
Man weiß, sagt er, daß im Frühlinge der Schnee an solchen Orten früher schmelzt, wo Quellen unter der Grve vorhanden sind, als au solchen die ohne unterirdische Wasser sind. Wenn man also Plätze an. trifft dce von Schnee entblößt sind, indem er an andern Stellen noch lieat » schließ man wahrscheinlich, baß da Wasser sey. - Wenn man sich deS Morgens bey Sonnen Aufgange auf dem freyen Felde im Sommer und im Herbste umsteht, ,o bemerkt man Oerter, wo kein Reif und kein TKau sichtbar cst; wenn man an solchen Oertern gräbt, so trifft man sicherlich Quellm an. - Dre Hitze des Sommers macht die Pflanzen trocken, S daß sie gelb werden und welken; aber eben zu der Zeit, wenn dieses bemerkt wnd, nndet man hin und wieder die Pflanzen ganz froh: hiervon ist dadarunter befindliche Wasser die llrsach. - Wenn man vor der Erndtt zuweilen d,e Saaten besieht, wo alles einen reichen Segen verspricht. Die -Seime wohl genährt und die Achren stark sind: so findet man auf denselben Feldern Stellen, auf welchen das Korn nicht so gut fortkömmt, e- ist klein, ohne daß man eine Ursach davon angeben könnte: aber diese Ur- fach ,st, daß Quellen darunter verborgen find. - Gewisse Pflanzen , wie die Mentha Catarina, der Krapp (rubia riEor) kommen bekanntlich an ewigen Orten überaus gut fort, und an andern sehr schlecht. Der Grund liegt darinn, Lie Pflanzen lieben einen feuchten Ebben, und der/euige
O wor-


