<o Wochenblatt.
worauf sie gern wachsen, bat ohne allen Zweifel Quellwasser unter sich.- Wenn eine Gegend mit Schnee bedeckt, uno die Luft Helle ist, so sicht man an einigen Orten Dünste aufsteigen: an solchen Stellen darf man Quellen vermuthen; man zeichne dergleichen Platze mit Steinen, und wenn man im Frühjahre nachgräbt, so wird man sich nicht betrogen finden.
Bekattnrmachung.
Nachdem« machstkommenden Mittwoch Morgens um 8 Uhr zu Modheim im Pfarrhauß, r Pferde, Kühe, Rinder, Schweme, Wagen, Karn, Pflug und Ege, auch Pftrdsgesäirr und Sattel; wie nicht weni- Aer Korn, Gerste, Walzen, Hafer, Fourage und Stroh, gegen haare Bezahlung an den Meistbietenden käuflich uvrlassen werden soll; Als wird solches hierdurch bekannt gemacht, und wer Lüsten hat Mitzustreichen, kann sich bestimmten Tag und Stunoe zu Rodheim emfinden unb dem Ver- sirich bevwohnen. „
Vi Commiffionis
Oßwald.
Ein gewisser Prediger in hiesiger Gegend hat Sinnes, weil er sein Vergnügen am Lehren findet, eine bestimmte Anzahl junger Leute anzunehmen, unv sowohl für ihre Kost und Wohnung, als auch Unterricht und Aussicht Sorge zu tragen. Wenn er nicht lewst U terricht ertheilen will, dazu hat er geschickte Leute an der Hand, welche unter seiner Direktion an der Jugend mit Vergnügen arbeiten. Es verlieht sich daß der Unterricht mbst der lateinischen, griechischen, hebräischen und französischen Sprache auch auf die einem jeden Al er ang.mssene schöne Wissenschaften und Mathesin gehe. Man wird sorgen, daß Verstand und Herz gebildet, Religion nebst den nötbigen und nützlichen Wissenschaften eingepflanzet werde. Weil gedachter Prediger bauptsächlich die Absicht hat, seiner Nst- gung nach die Zeit gut anzuwenden, so setz-t er den Preis für alles jährlich nicht höher als hundert Gulden. Mehrere Nachricht bekommt man dey dem V.rleger dieser Wochenblätter.
Ohnweit der Stadtkirche ist ein geräumliches Zimmer, z Treppen hoch


