Ausgabe 
27.6.1775
 
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wdchenblare 2°5

weis und Gegenbeweis, Replik und Dvplik , rechtliche Ausflüchte untz Instanzen, (und wer weiß, wie alte die juristischen Kunstwörter im Monde heissen,) durch zu führen; bis Jupiter den Befehl zur schlmmgen Abrufe er­gehen ließ. So bald sie h Griechenland zurück gekommen waren , ver­sammelten sich fast alle Einwohner aus der ganzen Gegend , um sich dis Wunder erzählen zu lassen, die sie im Monde gesehen hätten. Aber sie wußten ihnen weiter nichts zu sagen, als baß das Land daselbst mit grünen Krautern bedeckt und nur Blumen geschmückt wäre, daß es daselbst Bau­me mit Blatterreichen Zweigen gäbe, die von vielerley Gesangvögeln be­wohnt würden: was vor Blumen und was vor Vögel es aber gewesen, war ihnen völlig unbekannt. Daher sie, als die unwürdigsten Reisenden, allen zum Gespötte waren.

Wenn wir diese Fabel aus die Menschen unsers Zeitalters anwenden, so finden wir gewiß zwischen ihnen und den Weisen Griechenlandes die größte Aehnlichkett. Die drey Tage sind drey Zetten des menschlichen Al­ters. In dem ersten Alter, oder in der zarten Jugend, ist unsere Fähig­keit zu schwach die Werke des Schöpfers gehörig zu untersuchen, wir betrach­ten solche gleichsam nur noch von fern und verderben die Zeit mit Müßig­gang, Essen, Trinken und Spielen, ja ost ist dieses auch noch weit in die folgende Zeit unsere meiste Beschäftigung. In dem zweyten, oder männlichen Älter haben wir genug damit zu khun unS an einem -Orte fest zu setzen, zu heyrathen, Kinder zu erziehen , Güter und Vermögen zusammen zu bringen, um unser Hauswesen und Familie zu unterhalten. Endlich im dritten Zeitpunkte unseres Lebens, im höheren Alter, suchen wir das erworbene Vermögen durch Rechtshändel und Proteste zu vermehren und immer mehr anzuhäufcn. So pflegen also die Sterblichen ost ihr ganzes Leben hindurch ganz und gar nicht in Betrachtung zu ziehen, .wozu sie ei­gentlich der weiseste Schöpfer bestimmt hat, und warum sie in der Welt sind. Viele gehen wieder aus derselben, ohne mehr zu wissen, als die Weisen, die aus dem Monde kamen*

Gemeiniglich wundert man sich nicht so sehr, wenn Naturkündiger sich mit Untersuchung der grossen Thiere, der Bäume und ansehnlicher Ge­wächse, der Mineralien und metallischen Erze abgeben; so bald man aber siehet, daß sie sich mit den kleinsten Dingen beschäftigen, mit Insekten und Conchilien, mir Grasarten und Mooßen , mit Erden und Versteinerun-

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