Wochenblatt
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Unsre unnütze Bedienten waren so viel Bürden. Unsre große Ausgaben, unfrcnid)ti^eutiD leere Pracht brachten uns viele Schmeichler zuwege, unp machten, daß wir owun H’rr und beneidet wurden: aber sie verschalten uns keinen einzigen redlichen, reu w, und keine wahre Hochachtung. Selbst unsre Kinder glaubten , ste itunden nicht mehr unter unsterZucht, und vergolten unsre betrogene Zärtlichkeit mit Undank und Ungehorsam. Kurz,^ wir waren niemals vergnügt, und niemals ruhig. Itzo aber hat der Wechsel unsre Kinder gedemürhiget: Sie unterwerfen sich willig unfern Ermahnungen, und geben unö täglich rührende Proben ihrer Siebe. Unsre Bediente sind fertig unsre Befehle auszurlchten, und sich ihren Pflichten gemas gegen unö zu bezeigen. Unsre Freunde und Nachbarn nehmen mit Freuden Lheil an untrer Glückseligkeit. Feinde haben wrr gar nicht; denn jedermann ist überführt, daß wir gerecht und in allen unfern Thun , und tugendhaft in allen unfern Wegen. Ich hoffe, diejenigen, die bereue an ihren Umstanden die schädlichen Würkungen von dem Mangel einer gehörigen Sorgfalt und Anfmerksamleit spüren, werden sich an meinem Unglück spiegeln, und sich, ehe eö zu spät ist, vom Untergang erretten. Und sie können eS meiner Ettahnmg zutrauen , daß kein größeres und reineres Vergnügen sei), als wenn man zu sich selber sagen kan: Ich habe wohl gelebt. Ich bin keiner Ausschweifung schuldig. Meine Frau und Kinder sind versorgt; Und wenn ich sterbe, wird niemand von den Meinigen Mangel und Elend lechen dürfen - - So habe ich ihnen also, meine Herren, eine kurze Nachricht von meinen eignen Thorheiten und deren Folgen gegeben. Finden sie es für gut, so räumen sie ihr einen Platz in ihren Blattern em. Sie werden dadurch verbinden ihren beständigen Leser.
<§. T.
Der (Tob Radulphs des Barden.
Auf Barde! Siegeslicder Erschallen schon umher!
Ich fingen 7 * laßt mich Brüder!
Mein Radulph ist nicht mehr -
Der tapferste vor allen'
Siegt hingestrekt im Sand. Im Streit ist er gefallen,
Vor Gott und Vaterland
C e z
Ihr


