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Dasj Geld machte mich stolz. Ich zog in ein grösseres HauS > schäfte Wagen und Pferde an, hielt viele Bediente, und lebte ohne E orgen. Alle, die um mich waren, folgeken meinem Exemprl, und waren, so wie ich, im höchsten Grad ausschweifend und verichwendelisch. Die Folgen waren betrübt. Mein Handel wuchs, mein Gewinn war nicht geringe, Verlust harte ich wenig oder gar nicht: Und doch fand ich nuch in wenig Jahren, zu meinem grösten Schmerz und zum Erstaunen aller meiner Bekannte, genölhigt, mich mit meinen Schuldnern zu setzen. Wie ich es meiner Frauen sagte, glaubte sie, es sey Scherz. Allein wie sie endlich erkannte, daß es nur gar zu wahr; sezte sie sich mit mir nieder, die Ursachen unsers Unglücks zu erforschen. Nach einer genauen Untersuchung tonten wir Line andre finden, als Den Mangel einer guten Haushaltung. Unsre Kinder Die unsre prächtige Lebensart gesehen , hatten nicht geringer seyn wollen wie wir, und sich allen Arten Der Ausschweifung ergeben; worin sie durch unsre Zärtlichkeit nicht wenig gestärkt worden. Unsre Bediente hatten gleichfalls durch ihre Verschwendung und Untreue vieles zu unfern Verderben beigetragen Wir faßten also die einmüthige Entschliessung, unsere zahlreiche Bediente abzuichaffen, unsre Kutsche zu verkaufen, und unsere Ausgaben einzuschrenken. - - Es trug sich zu, daß just um diese Zeit ein naher Vetter von meiner Frauen starb, der große Summen an baaren Gelde hinterließ. Wir waren Die nächsten Erben: Und als daS Geld in meine Hände kam, bezahlte ich meinen Schuldnern alles was sie fordern fönten. Für Den Rest kaufte ich ein freies Landgut, ungesehr fünfzig Meilen von London. Und hier lebte ich itzo mit meiner Frau und mit meinen Kuidern in erwünschten Zustande: Und kan noch alle Jahr etwas zum Besten meiner jüngsten Söhne zurücke legen. Wie sie, mein Herr, Der allgemeine Zuschauer unter Den Menschen sind; so können sie nicht anders, als erkennen, wie nothwendig Die Haushaltung in allen Ständen sey. Ich für meine Person bin völlig überführt, daß man ohne derselben keine wahre Zufriedenheit finden könne Und wie ich und meine Frau uns vorher auf eine unglückliche Art bemühettn es einander in Thor- Heiken nnd Ausschweifungen zuvorzuthun; so bestreben wir uns nun auf eine glückliche Weise einander in Der klugen und sparsamen Verwaltung unsrer Sachen zu übertreffen Vorher kannten wir fein wahres Vergnügen. Unler Leben war ein immerwährendes Geräusch voller Unruhe, Verwirrung und Unordnung. Eine beständige Abwechselung der so genannten Er- götzlichkettm beraubte unsre Zeit, und schloß alle reine Vergnügungen aus.
Unsre


