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Wochmblarr.

In der ersten Klaffe werden nunmehr aüe Wissenschaften docirt,doch immer aus diesem Gesichtspunkte betrachtet, daß Jünglinge hierdurch nur zu höheren Schulen vorbereitet werden sollen. In den andern Klassenwer- den nur diejenigen Wissenschaften vorgetragen, Vie ihre Fähigkeiten nicht übersteigen, und sie zur obern Klaffe vorbereiten. Man hat deswegen we­der die Anzahl der Stunden vermehrt, noch auch den Sprachen die für sie ersoderliche Zeit Und Stunden abgeschnitten , sondern sogar noch wö­chentlich r. Stunden für das Latein mehr hinzugcfügt, als sonst gewöhv- lich war.

Ein überhäuftes Memoriren, das Verstand und Witz unketdrücket, findet in dem Padagogio nicht statt: Dagegen sucht man der Jugend durch einen vernünftigen Vortrag die Sprachen und Wissenschaften so bey- zubringen, daß ihr die Erlernung derselbigen angenehm wird. Hebräisch und Griechisch wird in der dritten Klaffe nicht mehr gelehrt , sondern dich Stunden sind nöthigern Sachen gewidmet worden.

Umständliche Nachricht von der Einrichtung einer jeden Lection zu ge­ben, verstauet der Raum nicht. CS folget also nur die Anzeige der Lektio­nen, die in dem künftigen Winterhalbenjahr docirc werden sollen^

I) Itt der erster» Llasse.

i) Theologie / nach Seilers; Compendium dotirinae Chri- ftianac.

r) Philosophie/ nach Koesters kurzem Begrif der WeltweiSheit. r) Mathematik/ nach Krebsens Lehrbuch.

4) Historie, nach Koesters Lehrbuch der politischen Geschichte.

f) Geographie, nach VüschingS Auszug der Erdbeschreibung mit Zuziehung der nöthigen Landcharten, wie sich solches von selbst versteht.

6) Aesthetik, noch dem Büchlein das den Titel führt; Grundsätze des guten Geschm acks. In Ansehung der Oratorie werden Regeln und prac- rische Ausarbeitungen mit einander verbunden.

SSr H. In