Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

ii. Zubereitung öer dürren Gemüse.

Was die dürren Gemüse, als« Erbsen, Linsen, Bohnen, Saubohnen, Welschkorn, und dergl. betrifft, werden solche auf die nämliche Art znbereitet; nur muß man Sorge tragen, daß man zu deren Zubereitung die in grün Papier eingewickelte Dosen nach dem hievben beschriebenen Verhält­nisse nehme: die Erde und die Himmelsgegend, wo man solche Gemüse säen will, sey im übrigen wie sie wolle.

Hl. Zubereitung der weichen Saamen.

Um die weichen Saamen, als RübenZ, groß und kleinen Hirsch, Hanf-und Flachs-Saamen, Rebs, Heublumen, Sennegras, Klee, Luzernerklee, Magsaamen, Taback, Kohl, und alles Gar­ten -Gesame zuzubereiten, muß man auf folgende Art verfahren. Gesetzt, man wolle ein Pfnüd davon zubereiten, so nimmt man den vierten Theil einer ganzen Dose, oder die jpalfte der halben Dose des in weißem Papier befindlichen Pulvers , und ein Pfund ungelöschten Kalks, den man in so viel lauem Wasser vergehen läßt, als man braucht, daß es den saamen , wenn er darein geworfen worden, allezeit um etliche Finger übersteige; schüttet das Pulver darein, vermischtes wohl mit dem Wasser, und wirft den Saamen dazu .; läßt denselben eine Stunde lang darinn, vermischt ihn von Zeit zu Zeit wohl: alsdann kann man denselben ohngefehr 2 Stunden vertropfen lassen, und nachher sogleich säen.

Die für Winter-und Sommerfrüchte, so in gute Erde gesaet werden , bestimmte Dosen und Packlein sind, wie schon oben gesagt worden, in blauem Papier eingewickelt: die Dosen aber für schlechte Böden und für dürre'Gemüse befinden sich in grünem Papier, und mit der Ueberschrift: POUDRE DE LA PR0V1DENCE; mit dem Namenzuge des Erfinders versiegelt, und mit dessen Namen unterzeichnet.

Die Dosen für die weichen Saamen sind in weißem Papier eingewickelt, und auf die nämliche Art bezeichnet wie die vorhergehenden.

Man hat zur Bequemlichkeit des Publicums ganze und halbe Dosen verfertiget: wobey wohl zu beobachten ist, daß diese^letztern nur für die Hälfte des hievben angesetzten Gewichts und Maaßes der Winter-und SomMerftüchte, wie auch der dürren Gemüse zu gebrauchen sind; und daß man zu jeder solcher halben Dosen nur 6 Pfund ungelöschten Kalks, anstatt 12 Pfund, so die ganze Dose erfordert, nehmen müsse.

Desgleichen hat man auch Dosen für die weichen Saamen gemacht , davon die ganzen auf 4 Pfund Saamen, und die halben auf 2 Pfund Saamen eingerichtet sind.

Endlich berichten wir noch das Publicum, daß das Pulver der Göttlichen Vorsehung sich viele Jahre lang , ohne das geringste von seiner wirkenden Kraft zu verlieren, aufbewahren lasse: wenn es nur wohl eingewickelt, und an einem trockenen Orte aufbehalten wird.

Rastadt den 1. August 1775.

DE SAINT MANIERE

Bericht

Diejenigen Personen, welche in den vornehmsten Städten von Europa sich mit dem Verkaufe und der Auögebung der Pulver der Göttlichen Vorsehung abgeben, und solche von Herrn Iobannes Lichtenverger, sdandelsmanne in Straßburg, dem Mitbesitzer dieses Geheimnisses, und General- Directoru aller Versendungen dieser Pulver erhalten, werden sich durch die össeutlichen Blätter bekannt machen.

Diejenigen, welche eine Niederlage zum Verkaufe übernehmen wollen, können sich an besagten Herrn Lichtenberger wenden, welcher sich ein Vergnügen machen wird, Ihnen nach Möglichkeit ^Der ^reiß einer ganzen Dose dieses Pulvers, sowohl für die Früchte als die weichen Saamen, ist in Frankreich 2 Livres ; in dem vordem Deutschland, 1 fl. nach dem 24 Guldenfuß; in Sachsen, Norden, und allen übrigen Ländern, auch £ fl. : taber wegen der Entfernung nach dem 2v Gul­denfuß. : Die halben Dosen aber kostL^uur die Hälfte von besagten Preisen.

Man findet das Pulver bey *> */'*)