Giksstt Wvchcnblakk. Fünf und Dreißigstes Stück.
Dienstags den zo. August 1774*
Mit Hochfürstl. Hessen Darmstadlischer gnädigster Erlaubuiß.
Ihr armen Sterblichen, die Wahn und Stolz bethören, Habt Augen, die nicht sehn, und Ohren, die nicht hören!
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»ld und Edelgestcine vergrub die weise Natur in die Tiefen der Erde und doch arbeitet sich der Mensch durch tausend Gefahren, um sie zu besitzen. Die unschuldigen süßen Freuden aber, die sie mit gütiger Hand auf die Oberfläche hinstreutte, will sich säst niemand zueignen r da doch eine eigne von ihnen mehr wert!) ist, als alle Goldgruben von Peru. Einigen empfindbaren Freunden und der Liebe zu den schönen Wif- srnschosten habe ich das unschätzbare Glück zu danken, daß ich da Rosen pflücken kann, wo ein andrer nichts als Disteln und Dornen sieht. Als <in guter Menschenfreund sehe ich mit wahrem Mitleiden meine Nebenmen- schen Freude und Vergnügen da suchen, wo sie nicht anzutreffen sind; unachtsam aber da vorbei eilen, wo sich ihre angenehme Blüthe freiwillig darbietet: denn
„ Nicht im Getümmel, nein, im Schooße.der Natur,
„ Am Süberbach, in unbelauschten Schatten,
„ Besuchet uns die holde Freude nur,
„ Und überrascht uns oft aus einer Spur, ii Wo wir sie mcht vermuthet hatten.
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