Sitlfct
Wochenklatk.
Viertes Stück.
Dienstags den 25. Januar. 1774»
Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis
Von den Vorzügen der heutigen natürlichen Religion vor den Begriffen der 2l!ren.
müsse in der Geschichte sehr unwissend seyn, wenn man behaup- sH-f ten wollte/ daß die Neuern die Alten an Scharfsinnigkeit und HAH überträfen. Dennoch haben wir eS in vielen Wissenschaften insonderheit in der Mathematick und Naturlehre viel weiter gebracht/ wozu aber einige glückliche Zufälle und Entdeckungen das meisse beygetragen haben. Das nemliche kann man von der Philosophie behaupten. Jever- man weiß/ daß die heutige Philosophie viel reiner ist , und auf gewissem Grün- en beruht/ als alles was die Alten über die wichtige Materien,die die Weitweisheit ausmachen, gedacht, oder vielmehr geträumt haben. Dennoch enthalt die wahre und von allen willkührlichen Hypothesen gesäuberte Philosophie weiter nichts als waS der gesunde Menschenverstand einen jeden lehren kann, der nicht gantz von der Natur versäumt worden ist. Aber warum sind die Alten nicht so klug gewesen, diese Wahrheiten die in dem Bezirck eines jeden Menschen liegen/ zu finden? Warum sind sie in den Sachen, die heutiges Tages jedes Kind einsieht und begreift, unwissend gewesen?
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