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wochenblatö
,, Bachidr'dtt / eine junge Ausländerinn, deren Schönheit eben in die dolle Blüthe getreten war, begab jtd) kurz nach dem Tode der bekannten Asvasra nach Achen. In einer Stadt, wo man sich gewöhnte, t)i< alte tapftrkeit der Griechen, die nüchterne Klugheit derselben in Regierung h6g Staats, die Unschuld der Sitten und die Enthaltsamkeit voLallem, was die persische Weichlichkeit einführen konnte, vor gabeln und Vorur- theile zu yalten, war es ihr etwas leichtes, ihr Gluck zu machen. Außer dem Reize der Neuheit, und der Grazie des Umgangs verschafften ihr die Vollkommenheiten der Seele und des Körpers eine allgememe Bewunde- runa Sie war dem Maler das Original, wenn er eine Venus, Diana, oderHebe zeichnete, und der Dichter sang sie , wenn er zur Verehrung der ^üno unsterbliche Hymnen verfertigte. Die Zungen Achemenser, bey d neues gebräuchlich ward, von schwelgerischen Gastmalern in die Versammlung des Volkes ohne andre Verdienste zu hupfen, stoßen m ihrer Wohnung zusammen, und schütteten ihre Reichthumer m ihren Schooß. Freude und Wollust bedienten ihre Tafel, und Bacchus taumelte unter den schönsten Tänzerinnen herum, polcmön / einer von den angesehnsten et«M, k-mzufällig-r'W-ise in Diefe G-s-Ma k, mv warv na, batü d-r ili-bling her wollüstigen Bach'.dion. Die Seele Ves ^ung' lingS war nicht lasterhaft, er war zu früh an die Tugend gewöhnt, <x\i Laß er sie nicht fühlen sollte. Allein dieses Gefühl ward nicht so wohl durch den glanzende» Witz und unerschöpfliche Erfindungskraft der Bacbrdrori betäubt. . / •
Xenokrates z sein ehemaliger Lehrer, sah die Verführung des tugendhaften Schülers, er kannte die Hitze seiner Leidenschaften , und ließ ihm Seit, sich von dem eisten Taumel der Berauschung zu erholen. Dana - war es ihm etwas leichtes, ihn durch die Macht der Beredsamkeit zu nen Pflichten zurück zu führen, die er..verlaffen hatte. Der Jüngimg erblickte mit Entsetzen den Abgrund, an welchem er stand , empörte sich wie- der das Laster, und kehrte zu der verlaßnen Tugend zurück; eine Rückkehr, dj- ihn unter seinen Mitbürgern ungemein berühmt machte. Bachidioir erfuhr diese Veränderung von ihm selbst. Den letzten Versuch auf fein Her zu wagen, bot sie alle die zauberische Gewalt ihrer Reizungen auf, aber umsonst, die Tugend schien ihm liebenswürdiger. Selbst die Spöt. tereven der Gesellschaften konnten sein sonst empfindliches Herz nicht rühren, er war einem Felsen gleich, an den nie Wellen unwirksam schlagen.
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