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374 Wochenblatt.

so versehen sie sich mit vielen Röcken und bestreichen diese mit einer Art von Oehi. Die Vornehmen tragen im Winter Pelze; die Geringern aber be­helfen sich mit andern Arten von Hauten, oder gefiltzter Baumwolle. der Mandarin tragt an seinem Kleide ein Zeichen seiner Würde Die obrigkeitlichen Personen kann man gemeiniglich an dem Vogel, den sie an der Mütze tragen, erkennen. -

Ich habe bereits im Vorhergehenden einige Nachrichten von den Schwelgereyen bey den Gastereyen beygebracht. Itzt will ich von den ge­wöhnlichen Gastmahlern, und der Art zu speisen, überhaupt das Wichtig­ste erzählen Bey großen Gastereyen haben die Chineser alles in lieber» stuß: wenn aber diese vorbcy sind; so leben sie sehr sparsam. Sie essen nicht nur alle Arten von Speisen, die bey uns gewöhnlich, sondern sie es­sen noch überdem Pferde. und Hundefleisch, sie mögen vor Alter oder an einer Krankheit gestorben seyn. Diese zwo Arten von Fleisch sind ihre grüßte Delikatesse Ihre ordentliche Nahrung besteht in Reis, Erbsen, Hirse, Rüben und andern Gartengewächsen, wie es die Jahrszeit mit sich bringt. Katzen, Ratten, Schlangen und ander Ungeziefer findet man auf allen Märkten. Die Reichen pflegen mit Schweinefleisch, Austern, Vogelnestern und Bärenklauen zu serviren. - Die Chineser brauchen bey Tische weder Löffel noch Gabel; sie bedienen sich kleiner Stäbe von Elfen­bein, die ihnen eben die Dienste thun. Gemeiniglich sitzen sie - wider al. le Gewohnheit Der Morgenländer auf Stühlen. Ein jeder hat einen kleinen japanischen Tisch vor sich stehen, auf welchem die bestimmten Spei­sen gesetzt sind. - Das Brod wird aus Reiö gebacken. Kuchen haben sie gar nicht oder doch selten, wenn es ihnen gleich nicht an Waitzen, Der in verschiedenen Provinzen reichlich wachst , fehlt. - Der gewöhnliche Trank bei) Den Mahlzeiten ist Der Thce, den sie warm ttinken ; sie essen kalt und ttinken warm: eine Gewohnheit, Die Der unsrigen gerade entge­gen ist! Der Wein wird nicht aus Trauben gemacht, sondern aus Reis. Noah, den man gemeiniglich als den Stifter des Weinbaues in Chma ansieht, soll Den Gebrauch desselben weil er sich einmal im Weine be­trunken hatte - untersagt haben. Die Chineser haben sich auch dieses Traubensafts bis zur letzten Eroberung durch Die Tatarn sehr strenge ent­halten. Allein sie haben an dessen statt ein anders Getränks eingesührt, das schädlicher ist, als der Wein. Dieses Getränke wird aus Getreyde gemacht, und sieht dem Vrandtewem sehr ähnlich. Hiedurch wird nun eine