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Wochenblatt

kahren- al- ihn der alte Mann durch seine Klagen gerührt, unterbrach, ibn bey'der Hand faßte und sagte: „ Stehe auf mein Sohn und entdeche mir die Ursache deines Unglücks; ich will gern alles thun, was in meinem Vermögen stehet, um dich wieder zur Ruhe und Zufriedenheit zu brm# aen.„ - „Ach! antwortete Achmet, wie kann ich dasjenige wieder erlan­gen, was ich niemals besessen habe! Denn du mußt wissen, du erleuchtl- ter Führer der Gläubigen, daß ich seitdem ersten Gebrauche meiner Ver- nunft nie einen ruhigen Augenblick gehabt; tausend Phantasten Haven mich von meiner Wiege an, durch mein ganzes Leben begleitet, und sind immer noch geschäftig mich unter dem falschen Scheine einer Glucklcligkeit in Angst und Unruhe zu führen, da unterdessen andere, die ungestörteste Rn, he genießen. Sage mir, ich beschwöre dich bey dem heiligen Tempel M Mena, wie kann ich, wo nicht zu der heiliqen Ruhe, die du genießest- doch zu einen solchen irrdischen Frieden und Vergnügen gelangen, welche- der Koran allen denen versprochen hat, die feinen himmlischen Geboten gehorchen; denn die Verdammten, welche durch die erstarrende Kalte oder brennende Flamme abgehalten werden, können keine größern Ouaalen lei­den, als ich gegenwärtig empfinde „ Abudah/ welcher merkte, dass ein mißvergnügtes Herz allein die Quelle der Unruhe bey diesem jungen Men­schen war, sagte ihm darauf: Sei) getrost, meiu Sohn , es wird die Zeit kommen nach dem Willen des Himmels, da du die Belohnung ei­nes wahren Gläubigen erhalten, und von allen deinen Unglücksfällen, de- sreyet seyn wirst; allein du must noch viel mehr leiden , ehe du unter die Zahl der Glücklichen gelangest. Du fragest mich , wo die Glückseligkeit wohne. Sieh dich um in der Welt, und bemerke in welchen Gegenden sie ihre Wohnung aufgeschlagen hat; bisweilen, vielleicht selten in Palla- sten, und oft in Hütten; die einsame Höle des Philosophen, und daS Zelt des Soldaten mitten unter dem Geräusche und der Gefahr des Krie­ges sind wechselsweise ihr Wohnplatz; der Reiche kann sie in seinem Scha­tze, und der Arme in seinem Bettelsacke finden. Sie ist in allen diesen Standen, aber in keinem beständig. Geh daher und suche Dein Glück in den verschiedenen Scenen der Welt; und wenn du auf dieser Prufungs« reife nicht glücklich seyn solltest , so komm nach sieben Jahren wieder zu mir, und dann will ich dir zeigen, wie du das Ziel aller Deiner Wünsch- erlangen kannst.„ Achmet/ der die Meynung des Abudah nicht ver­stund, verließ ihn ebenso mißvergnügt als er zu ihm gekommen war, und' kehrte nach Jspahan zurück, mit Dem völligen Entschlüsse , nunmehr eine'

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