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f* Wochenblatt:.

das rührende, oder wie sich andere ausdrücken das sinnliche Leben, ist bis« her als eine allgemeine Eigenschaft aller schönen Vorstellungen angesehen worden: allein was ist es m der Baukunst ? Die Regeln der Aeßthetick erstrecken sich also noch zur Zeitnur über die Beredsamkeit und Poesieund höchstens Mahlerey. Sehr selten wird man eine Anmerkung finden , die rn der Musick, oder andern schönen Künsten in eben dem Grad wichtig oder brauchbar wäre. Unt) doch sollte billig ein jeder Begriff, den man in der Aeßthetick zum Grunde legt, mit Beyspielen aus einer jeden einzelnen schö­nen Kunst erleutert werden, damit man von seiner allgemeinen Wahrheit und Fruchtbarkeit urkheilen könne. Und auf eben die Art müste die An­wendung einer jeden Rege! durch Exempel erleichtert und die Richtigkeit der Grundsätze dadurch gerechtfertigt werden. Man müste auf der einen Seite noch manche allgemeine Regeln ausfindig machen , auf der andern aber das besondere, das in allen , auch in der sonst vortrefiichen Riedeli- schen Aeßthetick noch herrscht, ausgemustert werden. Aber sreylich, wenn Man alles dasjenige hmausweisen wollte, was mir zwey oder drey schönen Künsten gemein ist, Vie übrigen aber msgesammt nichts angeht, was wür­de alsdenn noch übrig bleiben? Wie können die Untermchunaen her Aeßth-, tick über das schmerzhafte, lächerliche und komstche in der Baukunst^genuht werden. Was will man mit den Farben in der Bildhauerkunst ? Was mit dem malerischen in der Musick? Eme gleiche Bewandniß hat es mit sehr vielen ander» Materien.

Es ist in den schönen Künsten noch nicht genug vorgearbeitet worden, daß man ein ganzes Gebäude ohne sehr merkliche Unvollkommenheiten auf­richten könnte. Es fehlt nicht ganz, aber doch noch allzusehr an brauch­baren Materialien, wiewohl noch nicht alle schöneKünste das Glück gehabt haben, weitläufig genug in Schriften abgehandelt zu werden. Uber eine jede schöne Kunst wird em Svstem erfordert,, worinnen alles dasjenige enthal­ten seyn müßte, was in dieser Kunst wichtig wäre, ohne jedoch allzuum- siandliche Nachrichten, von dem was mehr zum Handgriff und zur Praxis, als zur Theorie gehört, mit einzumischen. Dieses ist der erste Schritt zu dem großen Merck , den man bereits in Absicht auf verschiedene Künste schon würcklich gethan bat. Hierdurch würde ein philosophischer Kopf Materialien genug bekommen, ohne daß er nöthig. batte, eine jede einzelne ' Kunst vorher nach allen Kleinigkeiten methodisch zu studiren und auszuüben * dem man kam vollkommen richtig und brauchbar W w Sache urthel-

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