Wochenblatt- Z--
Von einem Frauenzimmer.
Sie flieht, die Freundin» > ihr Geschicks Trennt sie auf ewig nun von mir;
Noch folgen ihr die nassen Blicke, Und meine Freuden fliehn mit ihr.
Sie flieht! Umsonst, verwaist^ Linde, Lockst du mich itzt in deine Schatten hin, Schmückst dich umsonst, denn ach Selinde, Selinde sieht dich nicht mehr blühn.
Ihr Bild beglückt nicht mehr die Quelle A'? der ich ost sie einsam fand, Wenn sie auf frischbcmooßtcr Stelle - '
Vergiß mein nicht und Rosen für mich band V
Schweig, holde Sängerin des Lenzen, Dir lohnt nun nicht ihr zärtliches Gehör, Verwelkt ihr Blumen, denn zu Kränzen Pflückt euch die sanfte Hand nicht mehr.
Schwermüthig seh' ich dort die Buche, Wo noch die Rind' ihr süßer Name schmückt, Wo ich voll Sehnsucht oft sie suche, Und ohne sie mich auch kein West erquickt
Du Lerche hörst mein banges Sehnen, Geb, fleuch und sing eS ihrem Ohr; Empfang', o Fluß, die heißen Thränen, Und eil' und ströme sie ihr vor.
O Schmerz?


