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„ auf seinen Gütern hafteten, abtragen möchte. Diese Absicht ist erreicht, „ und ich bin ihm zu nichts mehr nütze. Er betrachtet mich als ein Weib, „ das sich gleichsam in den Ehestand verkauft hat, und halt mich nicht „ anders, als seine Sklavin." Dorr Larios und Iacmrha bezeigten der unglücklichen Eivrren, wie sehr ihr elender Zustand ihnen zu Herzen gehe; sie nahmen darauf, wieder Abend bereinbracl), ihren Abschied, und übernachteten in einem kleinen Hause, welches sie nahe vor der Stadt ge- Mielhet hatten.
Lomsa quälte sich indessen in ihrer Einsamkeit mit vielen betrübten Vorstellungen. Sie beseufzete und beklagte, daß ihre älteste Tochter durch ihre Ueberredung gleichsam genöthigct worden , ihrem eigenen Verderben entgegen zu eilen. Und wenn sie an Iacmrhen gedachte, glaubte sie gewiß, daß diese durch ihre thörigte Wahl sich em mcht geringeres Elend wurde zugezogen haben. Es waren schon einige Jahre hingegangm, ohne daß sie dieselbe gesehen. Endlich entschloß sie sich , einen unvermutheten Besuch bet) ihnen abzustatten, damit sie dieselben in ihrer wahren und un- veruellten Lebensart überraschen möchte. Sie langte gegen Den Abend an, und ließ sich von einem Bedienten, ohne daß er sie melden durste, in Den Garten führen. Hier verbarg sie sich, und sähe das vergnügte Paar unter einer Laube von Jasmin sitzen, ^iacmtha beschäftigte sich mit Sticken, und Larios unterhielt sie mit den muntern Schriften des unsterblichem Cervantes Aber, ohne Unterlaß wendete et leine Augen von dem Buche ah, um sie aufIacmrhen zu heften, und diese richtete gleichfalls und veüandig zu gleicher Zeit ihr^Augen von ihrer Arbeit auf ihren geliebten Carlos, um seinen Blicken mit den ihrigen zu begegnen.
So bald Lomsa sich näherte, und sich zu erkennen gab, wurde sie M der größten Freude, und mit allen Kennzeichen einer aufrichtigen und chrerbiethigen Liebe aufgenommen. Sie vergnügten sich einige Zeit im Garten; hernach wurden sie zum Abendessen gerufen, welches zwar nicht aus kostbaren, wohl aber aus gesunden und gut zugerichteten Speisen bestand Die Aufwärter hätte man eher für ehrerbietige Freunde, als für Bediente, ansehen sollen: Ehrfurcht und Vergnügen zeigte sich in dem Gesicht eines jeden. Zwey Sühne und eine kleine Tochter machten Die Glückseliakeit dieses Hauses der Liebe vollkommen. Kurz, hier herrschte allenthalben Vergnügen und Zufriedenheit: und die genaue Uebereinstim- * NMg der Gmrülhrr, dn rnittelmäsiges Vermögen, und eine bequeme und lustige


