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Herr Prof. Ioh. Christoph Friedrich Schulz/ sangt Wied« von 9 - io. Dogmatik an. Zur gewöhnlichen Zeit eröfnet er das Pre- Vigersemmarmm. , ,. ....

Herr D. Ludwig Christoph Nebel / ftzt feine pnvausfimum publicum über Heisters Anatomie fort, und wird dißmaldie^Lplanch- nologie lesen. Ist auch zur Osteologie und medicina forcnfi bereit. Die Hebammenkunst liest er pracrisch, und bedient sich dabey eines künstli­chen Phantoms-

Fölgender Brief ist auf einer Landstraße ohne Aufschrift gefunden; und uns zum Einrücken, weil man nicht wißen kann, von wem er geschrie­ben ist, zugefenvel worden. Er scheint von einem Dorfschultheiß ge­schrieben zu seyn.

Gott zum Rruß vielgeliebter Fedder.

Ich höre das ihr eures seligen Vatters Dienst bekommen habt und sch tf)U euch von Herzen varzu kradulyren. Euer Vatter ist euch aber zu früh gestorben und es war euch gut gewest, wann ihr erst noch hättet von ihm lernen können, wie ihr euer Amt mit Nutzen und Segen führen sold. Ein Man wie unser einer muß müßen ab und zuzuthun; sonst Hütt ich den Hencker vom Dienst. Der Fedder Lechß klagte mir auf dem letzten Marck, daß ihr eure Verwände und gute Freund eben so gut in Straf bringt, als andre, und da feit ihr unrecht dran. Mein Vatter Gott sei ihm gnä­dig hatte das Amt ro Jahr und ich Habs nun 10 Jahr, aber von unfern Freunden ist Die zeit keiner in Schitzenzeltel kommen. Leute, Die euch nit gut sind müßt ihr zuweilen anlauffen lassen, das gibt Resbekt. Wann ihr Giter kauft, so bezalt ihr was sie wart fein, und da fahrt ihr schebb dey. Wann Leute ihr Mondgeld nicht mehr bezahlen kennen, so legts vor sie aus, biß es so viel ausmacht, daß sies euch nicht mehr abtragen ken­nen, und dann laßt sie solang exequiren, biß sie euch einen Acker oder Miß vor 20 fl. laßen, die 40 wert ist. dann kennt ihr was bey eurem Dinst bro# sittiren, und euren Kmnern ebbes hinterlaßen Ist eine Verstergung oder so was, so muß so viel flasch Spek und Eier angeschaft werden , daß ihr und eure Leute die Woch davon leben kent, und drum muß der Schmauß in eurem Hauß fein- Wir weißen hier keine Staiijchweile an , es wer# vm