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IshE Ischim (Nnn diese Vornamen hatte er eigentlich, ob er gleich in der Folge den Joachim gänzlich verbannte, weil er glaubte, Joachim zu heißen, wäre wider den guten Geschmack) wrnkelmami ward im Jahr 1717 zu Stendal / der Hauptstadt in der alten Mark Brandenburg, gebohren. Sein Vater war ein armer, aber ehrlicher Schuhmacher, welcher endlich wegen Schwachheit und Alter in das dortige Hospital ausgenommen wurde, wo er die Größe seines Sohnes nicht erlebt hat. Dieser bemühte sich frühzeitig, auf allerlei) Art, theils durch Unterrichtung der Kinder, theils durch Singen mit denen in jenen Gegenden gewöhnlichen Chören, nicht nur sich Bücher und andere Nothwendig- keiten zu verschaffen, sondern auch sogar feine armen Eltern von Zeit zu Zeit zu unterstützen. Ein verdienter Schullehrer, Toppert / der vom Alter sein Gesicht verlohren hatte, nahm ihn zu sich, um ihn zum Schreiben und Vorlesen zu gebrauchen, und hierbey fand Wmkelmann Gelegenheit, sich frühzeitig auszubilden, theilsdurch den mündlichen Unterricht seines Lehrers, theils in der treflichen Büchersammlung/ welche derselbe besaß. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich vorzüglich mit der lateinischen Litteratur, laß von' den römischen Autoren alles, was leserlich ist, und machte sich eine Menge von Collectaneen, die er über alles schützte und als seinen größten Reich- thum betrachtete. Man will damals an ihm eine große Gleichgültigkeit gegen die sogenannten Höhern Wissenschaften bemerkt haben , und dafür einen desto größer« Hang zu der Känntniß der alten Sprachen, der alten Schriftsteller und überhaupt allem dem, was alt ist. Er pflegte öfters seine Mitschüler zu mauntern , die Sandberge vor der Stadt Stendal durchzuwühlen, um alte Urnen, oder auch nur Scherben davon, aufzusu- chen, die er dann als Heiiigthümer sorgfültigst bewahrte. Von ihm hat die dortige Schulbibliorhek noch einige Geschenke dieser Art.
-Winkelmann gieng von Stendal nach Berlin in das köllm'sche Gymnasium, bald aber, weil er dort seinen Unterhalt nicht fand, nach Stendal zurück. Hier erwarb er sich' unter den Chorschülern, deren Vorgesetzter er wurden alles, was er für sich, selbst auch für seine Eltern nöthig hatte, und wanderte endlich im ein und zwanzigsten Jahreseines Alters,mit wenigen Thalern, die ihm aus den Händen seiner Freunde zugefioßen waren , auf die hallische Universität. Hier hörte er nur wenige Vorlesungen an; vielmehr setzte er das Studium der Alten bey seiner Nachtlampe desto Mger fort, welches durch das geistige Vergnügen, das damit mknüpst
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