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boten/ die ihre Fos vokgeschrieben hatte. Das erste Gebot war: man müßte kein Vieh tüdten. Das zweyte / man müßte sich eines andern Güter nicht anmaßen. Das dritte drang auf ein keusches Leben. Das vierte besohl/ nicht zu lügen. Das fünfte gebot, keinen Wein zu trinken. Den Inhalt der übrigen Gebote findet man bey keinem Schriftsteller er­wähnt. Diese Gesetze müssen auf das strengste befolgt werden , oder sie kündigen demjenigen, der sie nicht hält, sogleich die erschrecklichsten Mar­tern in der andern Welt an: seine Seele würde die Nichthaltung dersel­ben am meisten fühlen. Man drang allgemein auf die Unterstützung der Priester, und man befahl gleichsam sie mit Wohlthaten zu überhäufen.

Wer

ist ein anders Hülfsmittel ihre Gewinnsucht zu stillen. Sie überreden nemlich das Volk, daß sie den zukünftigen Zustand eines Menschen sehr ge, nau kenneten und in was für Art Leiber die noch itzt lebenden Menschen in der Folge übergehen würden. Diesen Zustand stellten sie nun ganz schreck­lich vor. Sie droheten ostmahls Leuten mit einer unglücklichen Wande­rung; versprachen ihnen aber eine glückliche, wenn sie gehörig pro ftudeo 6* labore bezahlten — Herr le Compte, ein zuverläßiger Schriftsteller, meldet eine auffallende Geschichte von der List der Bonzen, die ich einrücken will: „ Einem alten Manne hatten die Bonzen weiß gemacht, daß seine Seele bey nächster Wandrung in den Leib eines der kaiserlichen Postpferde fahren würde. Sie hatten ihm den Rath gegeben, seinen Leib nicht mit zu vielen Speisen zu überladen, damit sie ihn hernach desto leichter in eine bequemere Herberge überbringen könnten. Dem armen Manne fiel diese ängepriesene zu diätätische Lebensart schwer, und er konnte vor Furcht der Verwandlung weder Tag noch Nacht schlafen. Er grämte sich so sehr, daß er seinem To­de immer naher kam. Glücklicher weise erfuhr er, daß die Seele der Chri­sten von der Verwandlung ausgeschlossen wäre. Er nahm sogleich seine Zuflucht zu einem unserer Jesuiten und bath ihn inständig, daß er ihn zum Christen machen möchte, weil er nicht gern in ein Postpferd verwandelt seyn wollte. Der gute Jesuit willigte in sein Gesuch und der alte Mann war dabey ruhig." Dergleichen Exempel von der Dekrügerey der Bonzen könnte ich mehr anführen. Meine Leser aber können von diesem einzigen auf mehrere schließen , und sich von der Niegerträchtigkeit der Bonzen- fchaft ohngefahr einen Begriff machen - Der P. Du Saldo giebt eine wemaustige Nachricht von den Bonzen, auf den ich mich beziehe,