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Giesser Wochenblatt. Neun und Vierzigstes Stuck.

DLenstags den 6. Decembr. -774.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädllscher gnädigster Erlaubmß.

Das gesezte wese».

Et humanas motura tonitrua mentes»

0V1D,

rtAeil alle unsere Thaten und Unternehmungen aus g«vissenVorstellmi< 31U nen uno Urtbeilen fließen, die sich als Grundlatze und Maximen *rV be((acbfen lassen» so kann man es zum Unterschied «wischen dem weiten Mann und dem Thoren annehmen, daß jener d-e Gründe seiner Laten untersucht, und sich einSvsiem macht dem er nachlebt, dieser aber nur aus Trieben handelt, und sich kaum feiner Thaten. vielwwiger aber Ber Gründe dazu bewußt ist. Der horayiamsthe Ausdruck der feinem Kreunde eine wohl «»bereitete Brust, (bene praeparatum pettus) oder n«d> unserer Sprache ein gefaßtes und gesetzte« Wesen auf alle Vorsal- lenheiten des Lebens anpreiset, «eugt daher von einer richtigen Kenntniß dc« Menschen. Unsre Empfindungen und unsre Herzen sind nähmlich so sehr rur Derwirrung geneigt, und die Zufälle stoßen uns ostmahl« so plötzlich und unerwartet auf, daß es «u spät für unser beste«, oder wenigstens zu viel für dasselbe gewagt se»n würde, die Maximen und Entschließungen