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Frankreich uns erst im grosen vorgebet; aber was für grausame Kriege wird es alsdann über Die Ehre der ersten Erfindung unter beiden Völkern geben! wann ich an die polemische Geschichte Der Erfindung einer Buch­druckerkunst gedenke ; so werde ich ganz verlegen. Vielleicht komme ich dem Zweifel der zukünftigen Zeiten zuvor, und gebe nächstens ein Werk her­aus unter dem Titel - Versuch einer Geschichte von dem Ursprung und Fortgang der werke aus dem Reiche der Träumender^; als em Beitrag zur deutschen gelehrten Geschichte unteres Jahr­hunderts - Ich werde damit eilen, auf daß nicht em anderer groser Ge- ledrte mir diese noch nie bearbeitete Materie vor Dem Maul wegschnappe. J5at inzwischen auch sonst jemand sich über diesen Gegenstand aus Der ge- lebrten Geschichte fieisige collectanea gemacht; so kann ich leiden Daß er solche nach meinem Tode als Noten zu meinem Oligmalwerk beidrucken, zasse. Er braucht allenfalls weder Buchstaben noch Nummern noch Zei­chen welche auf Den Text Hinweisen, feinen Noten brizufugen. Em Verle­ger kann bei meinem Werke guten Vorteil finden ; Denn so lange ich lebe hoffe ich ihm alle Jahre Zusatze und Verbesserungen zu einer neuen Auslage liefern zu können, wenn ich meinen Landsleuten einmal einen Geschmack an tiefer Art Schriften hergebracht habe, und vielleicht kann er das Buch lange nach meinem Tode unter Dem Titel: Bibliotheca io io .... iapa, noch ein paar mal umdrucken. Ich muß itzO davon abbrechen weil ich Ihnen noch einen Beitrag einer Geschichte ans dem Reiche Der Träumenden würklich mitzutheilen habe. Es ist diese.

Seit langer Zeit ging ich mit Dem Gedanken schwanger, ein Criti- cus oder Kunstrichter zu werden Ich hatte mich einstmal unter einer schattenreichen Linde recht nach Der Länge hingeleget um meinen künftigen Beruf desto gemächlicher und ungestöhrt zu überdenken Die Lebensgeister ermatteten endlich, ich gähnete etlichemal, und unvermerkt fiel ich in einen Schlaf, welcher dannoch die vorige Beschäfftigung meiner Gedanken nicht verbringen konnte Mir traumefe , daß von Der rechten Seite her ein Satir mit einem Spiegel in Der Hand, mit freundlich lächelndem Gesicht, und tanzend auf mich zukame; und daß ich mich aufrichtete, um diese pos­sierliche Gestalt recht zu betrachten. Er hielte seinen Spiegel immer gerade . vor sich, und ich muste mich äuserst wundern, wie mich dieser Spiegel ver- gröserte; so daß ich Darinnen Die kleinsten Tbeile meiner Person, Die sonst dem Auge gar nicht oder nicht völlig sichtbar sind, in einer solchen Gröse , wahr-