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GUM Wochenblatt. Sieben nnd Zwanzigstes Stück Dienstags dm f. Juli i774»

Mit Hochfürstl. Hessen Lal-mstädklschcr gnädigster Erlaubnrß.

Vor einigen Lagen erhielt ich von einem muntern Freunde folgendes Schreiben: vielleicht wird es einer Stelle in dero Wochenblättern ge- würdiget: hier folget sein ganzer Jmchalt.

Mein Herr!

haben lang genug die todken Gespräche im Reiche der Todken te- ^2% sen müssen; es iss billig daß unser gesättigter Geschmack wieder nach

Dem Reiche der oberen Welt verlanget. Aber seitdem sich nicht mehr der Himmel, sondern die Wett beweget, können wir den Einwoh­nern des Welkplaneten nicht verdenken, wenn sie nicht den Abgang, son­dern den Wechsel der Dinge-, und für jedes überdrüßige alte, etwas neues verlangen. Mein Vorschlag wäre, daß man sich mit Austritten und Ge­schichten aus dem Reiche der Träumenden einmal geschmackmasig beschäf­tigte. Ich muß aus Liebe zur Wahrheit bekennen, ob ich mich schon des­sen natürlicher weise schäme, daß mein Einfall nicht neu seye. Es haben schon verschiedene unserer Poeten im kleinen, ja, wann ich nicht irre, einige deutsche Schriftsteller schon systematisch geträumet; bei dem allen will es aber doch mit dem sittlichen Träumen in unserm Vatterlande noch nicht recht fort- Vermuthlich wollen unsere deutsche Schriftsteller warten, bis

D d Franke