Ausgabe 
1.2.1774
 
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sten, wodurch ost zwischen beiden Kronen Streitigkeiten entstunden und deswegen in verschiednen Friedensschlüssen Traktaten gemacht wurde, bis endlich Joseph Emanuel, König von Portugal! i?f gegen 7 Collonien am Uragauy auf den Grenzen von Brasilien jene Colonie von San Sa- cramento an Spanien ob tratt. «Hier war zum grösten Schrecken der Jesuiten ihre Republick gelegen. Al6 Portugal! Besitz davon nehmen wol­le , so griffen die Indianer zu den Waffen verjagten die Portugießen und dieses ohne den geringsten Argwohn, daß dieses Jesuitcrgestchte gewest» wäre. Die Jesuiten wiederstrebten dem Tausch wie der Teufel dem Erlö­sungswerke schlepten alle Ränke der Politik und Cabalisten Streichen in wege, um diesen Tausch zu hindern. Dieses machte sie verdächtig, und den König ihnen abgeneigt, und endlich grif man mit Spanien vereinigt die Colonisten von neuem an, und schlug sie in einem Treffen , worin- nen viele verkapte Jesuiten auf der Wahlstätte als Mammonsmärtyrer ihr Leben verlohren. Man erkannte die verlarvte Leichname, und Joseph be­raubte sie ihrer Beichtstühle, allen ZutritS an Hofe. Ursache genug für die Gesellschafter Christi um auf Mörverrache zu denken. Sie erregten da­her ein allgemeines Mißvergnügen unter dem Volke, spannen Ranke und zettelten Conspirationen hinein um für den König ein Todenhemdgen zu we­ben. Ein gewisser Pater Malagrlda war Fabrikant. Er kam aus Ita­lien und predigte in Portugal, und weyfagte fürchterliche Veränderungen im Staate, und das Volk verehrete ihn wie einen Heiligen. Zu gleicher Zeit trieb der Geist der Waysamng die Italienische Jesuiten , so daß sie in die Zukunft griffen und Versicherung hervorreichten , der König Por- tugaliens würde nicht den September erleben , vielleicht wars aber der Geist der Falschheit. Malagrida arbeitete tief in einem weiten Hinter­gründe seines Plans, um unbemerkt würken zu können. Zwei) portugie­sische Familien, die wichtigsten im Staate, hatten sich durch häusliche Zwistigkeiten getrennt, Aveiro, und Tavora. Vater Malagrida suchte sie zu vereinigen, es glückte ihm, er wiegelte sie gegen den König auf, und das um soviel leichter, da sie schon ohnehin gegen den König schwierig wa­ten: von Aveiro, weil sich der Herzog nicht in alleReichsgeschäste mischen tonte vermittelst seines Bruders des Königs ehmaligen Favoriten: Von Tavora, weil die Marquisin, von AveiroS Schwester, ein gewisses Gou­vernement nicht für ihren Gemahl erhalten tonte. Pater Malagrida rieche ihnen den König aus dem Wege zu räumen und eine Aristokratie einzufüh- reo, unv so tonen |i? «n das Ruder des Skaals, D>s war die Sait« die