Einzelbild herunterladen

0 w-cheMatt.

der Gesundheit sehr gefährlich. Reines und von allem Zusatz befttyte- Zmn, würde nun wohl wenig oder gar keinen Schaden bringen, wenn man dergleichen Gefäße haben konnte; das bey uns gewöhnliche aber, ist allezeit mit einem beträchtlichen Theils Bley; und das sogenannte englische, f.mere, oder silberähnliche, außer dem Bley, noch mit Kupfer, Spies- glaskönig, Wismuth und Arsenick versetzt. Dieser letzte Zusatz ijt, wie bekannt, das stärkste Gift; Spiesgkasköm'g und Wismuth, und WiS- muth, sind heftige unsichere Brechmittel; und die schädlichen Wirkungen veö aufgelößten Bleyeöim menschlichen Körper, nämlich hartnäckige Ver­stopfungen des Stuhls und Urins, Schwächung des Appetites, Magen­drücken, dürres Bauchgrimmen, Lähmungen der äußerlichen Gliedmaßen und auszehrende Fieber sind aus den Schmelzhütten, Bleyfabrikem und den mit Silberglätten verfälschten Weinen schon viel zu sehr bekannt, als daß man hier noch umständlicher Erwähnung zu thun nöthig haben sollte. Eben so weis auch jedermann, daß aufgelößkes Kupfer, Ueblichkeiten, Er­brechen, höchst schmerzhafte Coliken, Durchfälle, Entzündung des Ma­gens und der Gedärme, Convulsionen und selbst den Tod nach sich ziehe.

Alle diese Besorgnisse, die an und vor sich ihre gute Richtigkeit haben, und leider! nur gar zu oft durch traurige Erfahrungen bestätiget worden, scheinen nun zwar dadurch nicht wenig^vergrößert zu werden, daß die Metalle fast von allen Feuchtigkeiten und malzen, ja sogar bloß von den in der Luft schwebenden Theilchen leicht angegriffen werden kön­nen > indem auch die allerblanksten Gefäße ihren durchs Scheuern erlang­ten

beständiger Bereitschaft zu halten pflegt, so wird er gewiß ganz anders aus­fallen. Dergleichen bestandlg warm gehaltenes Wasser, ist wohl in der Wirthschaft sehr nöthig; allein zur Speise und zum Coffee und Thee, ist , es, der Unreinigkeit zu geschweige», schlechterdings nicht zn gebrauchen,als wovon die schnlzische Disputation: Mors in olla. Altorf. 1772. nachzuse­hen , woselbst aus eigener Erfahrung em merkwürdiges Beyfpiei angefüh­rt worden, und viel mehrere beygebracht werden könnten. Es ist bey obi- gem Aussatz des unter den gelehrten und praktischen Aerzten rühmlich be­kannten Hrn. Lic. Gredings, von diesen allen die Mittelstraße erwählet worden, und dabey dasjenige, was sonst bey dergleichen Schriften oft vermisset wird, bemerket worden, wie die allerdings nicht unaegründeke Gefahr, von beyderley Gefäßen, am sichersten verhütet werden könne, und auch nach langwieriger Erfahrung des waldheimer großen Armenhauses Verhütet worderr.