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Eine sanfte himmlische Wollust ergießt sich in ihre Seele, wenn sie über dieß Leben hinaus in die Ewigkeit schauen, und sich des hohen Endzweckes getrösten, dazu sie Gott erschaffen, und Jesus Christus, sein Sohn, sie erlöset hat.

Was sind gegen diese Erquickungen in Stunden, die man mit Gott zubringt/ die Freuden der Weltmenschen , die in strafbaren Lüsten, in nichtswürdigen Thorheiten und Eitelkeiten, in dem rauschenden Getüm­mel fröhlicher Gesellschaften, ihr einziges höchstes Vergnügen suchen? Und selbst die unschuldigen erlaubten Freuden werden dadurch erst erhöhet und veredelt, wenn man sie mit Andenken an Gott genießt. Der Umgang mit ihm, versüßet das Leben; in allen gegenwärtigen Umstanden und Zei­ten desselben giebt er eine wahre Zufriedenheit, und in Ansehung der künftigen Tage und Schicksale, gute Hoffnung und Gelassenheit. Freunde Gottes wissen es. Sie haben oft Gelegenheit mit David die Er­fahrung zu machen: „Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn Danken, „ und lobsingen deinem Namen du Höchster. Des Morgens deine Gna- „ de und deö Nachts deine Wahrheit verkündigen - Lobet den Herrn! „ denn unfern Gott loben, das ist ein köstlich Ding : solch Lod ist lieb* „ sich und schön. „

Von den Vergnügungen der Andacht sagt GpaldiriZ daher mit Wahrheit:

„ Alles, was die Vertraulichkeit mit einem Freunde rührendes hat; alles, was die Ausschüttung eines dankbaren Herzens gegen einen gütigen Wohlthater entzückendes hat; alles was die Betrachtung großer liebens­würdiger Eigenschaften glückseliges und erhebendes bey sich führet, das em­pfindet der,'der das Vergnügen einer vernünftigen Andacht zu empfinden sädig ist Diese Andacht, diese Beschäftigung des Herzens mit dem wür­digsten und besten Wesen, setzet eigentlich die menschliche Seele in eine solche Hoheit von reiner und edler Freude, die den wahren Anfang des Himmels auf Erden ausmacht. Und davon kann der Weltmensch gar nichts wissen; das ist also das eigenthümliche Vorrecht des gottesfürchti­gen Menschen. Der allein hat durch das in ihm angerichtete neue Leben, durch die neue und wahre Lenkung seines Herzens zum Guten, die Fähig­keit und das Gefühl dazu, daß er auf eine so glückselige Art mit Gott

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