Wochenblatt 5»
giermikk-ls, welches die Wut selbst für dasselbe rubereitek, und welches es wesentlich bedarf nach seiner Geburt, um Die Abführung des Crdkothes ru erleichtern. Man will Dieses gelinde Mittel Durch künstliche Purgier- mittel und Durch Oel ersetzen. Diese Sachen aber reizen und beladen den schwächlichen Magen des Kindes, verursachen ihm Colic, und zuweilen fslbü Den %oD. , ,
Selbst Kinder, welche stark genug sind, allen ihnen schädlichen Sachen, welche sie eingenommen haben, zu widerstehen, sind gewiß weniger gesund, als sie es gewesen waren, wenn man sie von ihrer Geburt auf die von der Natur selbst angezeigte Art, erzogen hatte. Darf man sich bey einem dergleichen angenommenen schlechten Verhalten wundern, wenn Kinder einer Menge von liebeln unterworfen sind, wovon die Thiere gar nichts wissen, wenn endlich eine so große Menge daran sterben? Was kann die Milch einer solchen Frauen, welche viele Wochen hindurch leidet, weil sie ihre Brüste, ehe dem Kinde zu trinken gegeben, anschwellen lassen, für eine gute Beschaffenheit haben? Man ersetzet die einem Kinde nöthigeNah- rung durch andere ihm schädliche Nahrungsmittel, die es nicht verdauen kann, und man verdirbt die Kräfte seines Magens, weicher doch den Grund ru seiner Gesundheit ausmachen soll. Eine Unbequemlichkeit bringt tausend andere zuwege. Diese Gewohnheit, nicht bald am Tage der Niederkunft selbst noch das Kind anzulegen, ist in ganz Frankreich gemein; sie ist es auch anderwärts; sie ist alt, und kann noch lange im Schwange bleiben, ohne daß man sie verbessert; wenn man nicht Mittel ergreift, um den Verstand der Menschen aufzuklären, und ihnen die Ursachen der grausamen Schmerzen , welche die Mütter ausstehen müssen, vorzustellen.
Ist nicht Die Frau schon, um der Beschwerde der Schwangerschaft und der Geburtsschmerzen willen, eines Mitleides würdig, ohne daß erst Wehmütter durch ihren Rath ihr noch Zufälle verursachen, welche sie verhindern, sich wieder von der Geburtsarbeit zu erholen? welche sie verhindern ihren Pflichten obzuliegen, in Rude das Vergnügen über ihr Kind zu genießen; welche endlich ohnfehlbar auch die Gesundheit des Kindes verändern.
' Die Zufälle, welche das Glück und die Gesundheit der größten, und vielleicht Der unnützlichsten Anzahl Menschen einer Nation wankend machen, verdienen wohl Die Aufmerksamkeit menschlichgesinnter Personen. Die xandleute sind schon um ihrer höchst schweren Arbeit willen zu beklagen, da si- noch dazu Derer Sachen entbehren müssen, welche ihre Mühe ihnen versüssen könnten; ohne daß sie erst noch Schlachtopfer einer Menge von
T t 3 Jmhü-


