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564 Wochenblatt.

chen: Endlich kommen sie doch alle nach ihrem Ziel. Aus demjenigen, was indem vorstehenden gesaget worden, erhellet ohnedem ganz deutlich, daß der beständige Stroh-Vorrath, den ein vernünftiger Haushaltcr in steter Bereitschaft halten soll , keinen andern Endzweck hat, als damit er bey sich ereigneten Miswachs und andern Unglücksfallen seinem Vieh und Acker nichts abgehen lassen dürfe, sondern beydes , ohne sich deshalb in besondere Kosten zu setzen, eben so, wie in andern Jahren warten und pflegen könne. Ob man nun wol vor dergleichen widrige Schicksale, und insonderheit vor Miswachs und Schloßen, als wodurch der meiste Stroh Mangel verursachet wird, memal sicher ist , so gehören doch alle diese Dinge nur zu den seltenen Fallen , welche einem klugen und sorgfältigen Landmann gemeiniglich so viel Zeit gewinnen lassen, daß er sich, soviel es menschliche Kräfte erlauben wöllen, durch vernünftige Vorsichten da­gegen in Verfassung fetzen kann. Ich will annehmen, daß ein Landwirth ganz sicher alle 6 Jahre auf emck'dergleichen Unglüchsfall, der ihn in ei­nen Stroh Mangel versetzte, Rechnung machen müste; so wird er sich doch auch in den übrigen fünf Jahren ein oder das andere mal eines desto rei-

Hern und gesegneter» Zuwachses zu erfreuen haben, folglich bey einer ver­nünftigen Eintheilung allemal im Stande seyn , sich binnen dieser Zeit ei­nen solchen Vorrath von allerhand Arten des Strohes zu sammlen ; der ihn bey einem wieder eintreffenden Unglücksfall vor allen sonst zu befürch­tenden Mangel sicher stellen kann.

Hieraus fließet nun von selbst, daß mag, bey der Anlegung des von mir in Vorschlag gebrachten StrohMagazins , hauptsächlich auf denje­nigen Ueberfluß, der sich in fruchtbaren und sehr gesegneten Jahren ergie- bet, seine Rechnung machen müsse. In den meisten Wlrthschaften wird hierauf gar nicht gesehen, sondern das Stroh hat nut dem Ende des al­ten Erndte Jahres auch ein Ende, es mag dessen viel oder wenig gewesen levn Niemand denket auf künftige Zeiten, und daß uns Gott eben des­halb in einigen Jahren mehrmals wir sonst gebrauchen, zuwachsen lasse, damit wir dadurch unfern Maffgel zu andern Zeiten ersetzen können. Es ist zwar einem Guthe nicht schädlich wenn das überfiüßige Stroh theils dem Viehe Preis gegeben, und rheils zur Vermehrung des Düngers an- aewendet wlrd. Allein hiezu muß ein ordnungliebender Wirth nicht eher schreiten, bis er sein Stroh.Magazin gehörig angefüllet und im Stand gesetzet hat. Er muß also auch, so lange solches nrcht geschehen ist, bey