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Wochenblatt. 8z

Gott zu 'erheben, desto starker wirst du das Glück empfinden, welches in der Verherrlichung Gottes liegt.

Don den Systemen.

Man pflegt denjenigen, welche die Falschheit gewisser Systeme, in­sonderheit in der Weltweisheit zu zeigen bemüht sind , gemeiniglich den Vorwurf zu machen, daß es eben keine große Kunst erfordere, Gebäu­de niederzureißen, die vornehmste Geschicklichkeit bestünde in der Erbau­ung emes andern und besseren. Allein ich halte diesen Gedanken ganz für falsch. Wer ein fehlerhaftes System wiederlegt, und insonderheit die falschen und zerbrechlichem Stützen wegnimmt, der thut der Wahrheit schon beträchtliche Dienste. Was hilft ein Gebäude, das alle Augenbli­cke den Einsturz drohet, und das kein Mensch, sondern höchstens Gespen­ster sich zu bewohnen getrauen? Thut man übel, wenn man es umreißt, wenn man auch gleich kein Vermögen besäße, ein anderes an dessen Stel­le aufzuführcn? Es ist nicht zu sagen , was falsche Systeme und seichte Hypothesen für Schaden in dem Reich der Wissenschaft anrichten. Der . gröste Theil derjenigen, welcher die Schwäche und Mangelhaftigkeit der- selbigen einsieht, hat doch nicht Einsichten genug, das wahre überall von dem Falschen zu unterscheiden. Er verwirft also das erstere mit dem letz- . tern, weil w die Untauglichkeit der Gründe einsieht, worauf daffelbige ge­baut war, ohne zu bedenken, daß eine Lehre für sich selbst betrachtet wahr sevn kann, ob man sie gleich mit untüchtigen und verwerflichen Beweisen unterstützt hakte.

Ich verwerfe die Systeme nicht schlechterdings, wie viele thun, wel­che nicht wissen wollen, daß man verschiedne Wahrheiten in einen ordent­lichen Zusammenhang bringen kann, und mutz, wenn man die Sachen im ganzen übersehen will. Aber ich halte es für ein Vorurtheil, wenn man alles erklären, und über alle Dinge ein System errichten will, wozu uns doch noch die Grundsätze und Materialien fehlen. Dieses hat die Philo­sophie vielen Leuten schwer und verhaßt gemacht, wenn sie gesehen haben, durch was für eine Menge von Wust und unbrauchbarem Zeug man sich zuvor durcharbeiten muß, ehe man andieklare und reine Wahrheit kommt, welche man nut sogleich hätte sagen können. Nach meiner Meynung ist

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