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Wochenblatt.

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XVI.

Ist es nicht großmüthig und eine seltne Liebe gegen Feinde, Kenn eia Richter den, der ihm die Beschuldigung der Ungerechtigkeit in die HändL drückt, mit dem freundlichen Versprechen von sich laßt: verlasset euch auf mich, ihr sollt das Recht gewinnen - ihr sollt das Amt haben - euch muß geholfen werden?

XVII.

Sollten nicht die Juristen den Menschen lehren was recht ist? - und sollten sie daher nicht selbst die frömsten Leute seyn?

XVIII.

Wenn man die Zahl gelehrter und ungelehrter, vornehmer und nie­driger Müßiggänger beyderley Geschlechts, und derer so sich nur mit der Pracht und andern unnützen Dingen beschäfftigen, gegen die Zahl der arbeit­samen Hande eines Staats überlegt; muß man nicht erstaunen, daß die Ar­muthund der Mangel an den Bedürfnissen des Lebens nicht grösser ist?

XIX.

Haben Kaufleute ein Gesetz, nach welchem der erlaubte oder uner­laubte Profit besinne ist? - oder ist jeder darinne ihm selbst ein Gesetz?

XX.

Sollte ein Kaufmann , der durch den Handel schnell reich wird, nicht zu seinem Grundgesetz haben: man muß schneiden wenn, wie, und wieviel man kann?

XXL

Der Herr von P. zeigte seinem Herr Onkel, der ihn zur Heirath ermunterte seine Schränke voll Bücher und sprach: Herr Onkel, sehen Sie, VaS sind meine Weiber. Weil er aber wenig darinne las und noch weniger davon verstund; so antwortete ihm dieser: und Sie sind unter denselben wie ein Verschnittener. Sind dergleichen Verschnit­tene wol selten?

XXII.

Gicht es wol eine Wissenschaft, wo mehrere und dem menschlichen Geschlecht nützlichere Verbesserungen und Entdeckungen können gemacht werden, als die Oekonomie?

XXIIL

Darf derjenige der um ein häslich Weib buhlet, an den guten Ge- , Lchmack - und derjenige, der sich um die Freundschaft lasterhafter Leute bewirbt, an die Liebe zur Tugend einen Anspruch machen?

|XXIV.