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ben, vorzüglich von unferm Frauenzimmer erlernt würden. Für mich ists wenigstens ein wahres Vergnügen, wenn ich artige kleine Demoisellen, auS der Schreib. und Rechenschule kommen sehe; und wenn ich einmahl heyrathe, werd ich nicht so wohl fragen: Spricht sie französisch ? Spielt sie das Klavier? Tanzt sie? Sondern ich werde mich ganz im Stillen er­kundigen : Kann sie auch rechnen?

Es gibt indeß verschledne sonst einsichtsvolle Personen, die den wah- ren Zustand ihrer Oekonomie mit Fleiß nicht wissen wollen, die vor jeder Reihe von Zahlen erschrecken, und dadurch, daß sie sich selbst ihre Schul­den verbergen, und nicht an die Bezahlung derselben denken, dieselbe wirk­lich schon bezahlt zu haben glauben. Solche Menschen sind zu bedauren, Sie sind wie ein gefährlicher Kranker, der seine Krankheit nicht wissen, und keine Mittel dagegen brauchen will. Ich habe leider ebenfalls, sagt mein Schriftsteller, zu dieser Klasse von Leuten gehört, aber mein Vetter hat mich bekehrt, und mein Hausbuch für das künftige Jahr, ist schon eingebunden.

Hochfürstkiche Verordnung. . V .

Von Gorees Gnaden Ludwig Landgraf zu Hessen rc.

Liebe Getreue! Uns ist unterrhanigst referiret worden, in wel­che Abnahm die GemeindSwaldungen verschiedener Aemter Unsers Obern- fürstenthumS nach und nach gerathen, und welch beträchtlicher Nutzen Un­fern ohnehin so sehr verarmten Unterkhanen dadurch entgehe, daß deren Gemeinde - und Privatwaldungen nicht mit derjenigen Aufmerksamkeit ge- pslegt worden, welches das Wohl Unserer Unterthanen billig erfordert hätte. Nachdeme Wir nun Unsere Landesväterliche Vorsorge unter an­dern auch dadurch zu betätigen gedenken, daß Wir mchc nur denen Un­ordnungen Einhalt lhun lassen, sondern überhaupt wünschen, und Gele­genheit dazu zu machen suchen, daß ein jeder Unserer Unterkhanen insbe­sondere, so wie ganze Gemeinden zusammen aus ihren Grundstücken de« größt - und bestmöglichsten Nutzen ziehen möchten; hierbey aber neben an­dern dermalen noch vorwaltenden Hindernissen sich auch dieses hervor ge- than, daß die Privatwaldungen in verschiedenen Aemtern, in ErbschastS- fällen allzusehr vertheilt, und durch diese ins ohnendliche fortgehende Ver- stückelung endlich so gering werden, daß auch bey dem besten Willen zu einer guten Wirthschaft im Ganzen, einer Verödung dieser Walounaen, und dem daher oynausbleiblich entspringenden - und auf alle Arten von

Gewerben