Wochenblatt
i) Mir den Schnupstoback abzugewöhnen: er ist ohnedem schlecht. Erspare dadurch im Jahr - 4 Thlr. 0 Gr. . ,
r) Will nicht mehr alle Tage, sondern nur die Woche zweimal auf den Keller, und nur manchmal des Morgens in dir Apotheke gehn. Erspare an Wein und Vittern - tf Thlr.
Z) Wenn wir unsre Verwandten traetrren , sollen durchaus Nicht mehr ars drey gute Gerichte des Abends gegeben werden, meine Frau mag sich anstellen, wie ste will. Und bey der vorseyenden Kindraufe, soll kein Burgunder und Champagner, sondern nur guter rorher und weisser Franz- wein auf den Tisch kommen. Erspare hierdurch wenigstens - LvTdlr. Daß ich also dadurch die gemachte Schuldenlast, noch in diesem Jahr zu tilgen hoffe. Der verwünschte Pelz! .
Ich rede nicht selbst, sondern mein Schriftsteller, dem ich die Erzählung dieses Hausbuchs abgeborgt habe. Vielleicht finden es vernünftige Leute so uneben nicht, daß man, wie mein Herr Vetter, am Ende des Jahrs, noch einige Blicke in das vergangne zurückwirft, und eine strenge und unpartheyifche Ueberlegung anstellt, wie man auf die sicherste und leichteste Art, dasjenige wieder einbringen könne, was man im vorigen Jahre zu viel über seine Einnahme ausgegeben. Manche thun es; bey sehr vielen aber geschicht es gewiß nicht, und ich trage gar kein Bedenken zu behaupten, daß die Unordnung , die in ihrem Hauswesen herrscht, gröstentheils von der Unterlassung dieser löblichen Gewohnheit herrühre. Wo ich ein Hausbuch antreffe, sagt mein Vetter, da gehteS gewiß ordentlich in der Wirthschaft zu; und wo ich es hingegen nicht finde , da verlang ich auch keinen Thaler hinzuborgen. Ich will gern zu- geben, daß die Beschäftigung, alle, auch die kleinsten Ausgaben aufzu- zeichnen, vielen Personen zu klein, und zu ermüdend vorkommen möchte. Es kann auch wohl seyn, daß mehr als eine Wirthschaft auch ohne Hausbuch, noch so ziemlich ordentlich fortgeht. Aber das sicherst« Mittel, den wahren Zustand seiner Finanzen zu wissen, bleibt doch allezeit ein solches Tageregister. Freilich wäre zu wünschen, daß das Amt deö Anschreibens nicht immer auf den Mann fallen dürste, der oft mit »0 viel andern Geschäften überhäuft ist, daß er fast unmöglich Zeit dazu hat. Welchem« grose Erleichterung und Hülfe wäre eS also in solchen Fallen für einen Mann, wenn ihm die Frau Gemahlinn dieses Amt abnehmen könnte, und «S mit eben der Treue und Genauigkeit führte, als er selbst. Ich wünsch« daher, daß dir «dl« Rechenkunst, sonderlich di« ersten Species dersel-
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