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?6 wochtnblatt.

. Jhnnkhalbm wollm die Heerde» nicht mehr ihr grün-S Futter ge« nießen r die durstigen Rinder gehn nicht mehr in die schleichende Fluchen, die Silberschwäne beweinen ihren unglücklichen Tod in Tönen die traun« S«r sind, als wenn sie ihren eignen besingen. In gewölbten Hölen liegt die angenehme Echo stillschweigend: Sie schweigt, oder giebt doch nuraus ihren Nahmen Antwort. Ihren Nahmen! lehrte sie rormals mit Ver­gnügen da- Ufer. Nun ist Daphne rodt und kein Vergnügen ist mehr.

Kein ergötzender Thau steigt mehr vom Abendhimmel herab: keine Morgengerüche entspringen mehr von den Blumen. Keine reiche Ge­würze erfrischen das fruchmag-ud« Feld, kein- wohlriechend- Kräut-r ge­ben mehr ihr natürliches Rauchwerk. Di- balsamischen Zephirs schwei. gen seit ihrem Tod, und bedauern den Verlust ihres süßem AkhemS. Die arbeitsame Bienen »-klaffen ihren goldenen Vorrath. Die schön« Daphne ist rodt, und kerne Annehmlichkeit ist mehr.

Nicht mehr schweben di« steigenden Lerchen mitten in den Lüften au» ihren Flügeln lauschend, wenn Daphne stngt. Nicht mehr ahmen die Vögel ihrem Gesang nach, und schweigen nicht mehr durch ein Wunder, ihr auf den Zweigen zu zu hören. Die Ströhme werden ihren Wellen nicht mehr verbieten zu murmeln, um eine lieblichere Musick als ihre eigne ,u hören. Sagt es nur dem Rohrgebüsch-, sagt -S dein lauten User: die schöne Daphne ist todt, und keine Musick ist mehr.

Von ihrem Tod lispeln die liebliche Winde, und erz-hlm eS seuf­zend allen zitternden Bäumen: die zitternd« Bäum« auf allen Ebenen und an allen Wäldern bringen klagend ihren Tod zu den silbernen Fluth«n. Die silberne Fluchen, so lezthin so ruhig waren, erscheinen aufgeschwellt von neuen Schmerzen, und stießen in Thränen über. Winde unb Bäu­me und Flukhen beweinen ihren Tod: Daphne ist unser Schmerz, und mcht mehr unsere Ehre. Aber siehe, dort wo Daphne wunderbar in dir Höhe steigt, über die Wolken und über den gestirnten Himmel, da ver­schönern ewige Schönheiten die glänzende Scene, Felder die immer frisch, und Walder die immer grün sind. Indessen du daselbst in amaranchnen <auben wohnest, oder von jenen Wiesen unverwelkliche Blumen ausliesest, siehe uns geneigt an, uns die wir deinen Nahmen anrufen. Daphne ist unsre Güttin und nicht mehr unser Schmerz.