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leigen. Alles diese- wird durch allerlei) Zubereitungen und verschiedene künstliche Handgriffe versteckt, die den Anblick ganz angenehm machen. Inzwischen ist aber auch der Zeitvertreib der einzige Nutzen, den man ficö von allen diesen Versuchen versprechen darf.
von der Lurche vor dem Tode.
Wenn die Menschen die Tugend liebten ; wenn sie strenge über die Grundsätze der Moral hielten, und die Gottlosigkeit verabscheueten, so wurden sie sich nicht langer vor dem Tode entsetzen. Sie würden ihn blos als den Ablauf desjenigen Zeitraums ansehen, den uns der Schöpfer zu unjerm Aufenthalte in dieser Welt bestimmt hat. Sie würden das Schick- sal, welches ihnen Gott zugetheilt hat, gelassen abwarten, und ohne über dasjenige, was sie weder vermeiden noch abwcnden können, misvergnüat zu ftyn, würden sie jeden Tag als ein neues Geschenke des Himmels schä- tzen; aber die sundüche Aufführung der meisten Menschen ist an ihrer Furcht vor dem Tode schuld. So oft sie an ihn gedenken, quälet sie die Vorstellung desselben; manchmal überfällt sie das Andenken an Todte, oder vielmehr die Furcht vor dem Tode mitten in ihren Schwärmereyen, ja sogar, auf den mit wohlriechenden Blumen bestreuten Betten, bey dem Genüsse der auserlesensten Wollüste. Doch sie haben Ursache, sich zu fürchten; es rst der Augmblick, welcher sie zur Rechenschaft von ihren Thacen, und zur verdienten Strafe abrufet. 7
Sobald wir in beständiger Furcht leben, können wir nicht wahrhaftig glücklich ftyn, hiervon aber kann uns blos ein tugendhafter Wandel b^reyen. Dieses ist ein neuer Beweis, wie notwendig es sey, daß die Menschen tugendhaft und gut leben; denn ausserdem werden sie diese See- -ensißen °^n< keine wahre Glückseligkeit statt findet, niemals
Wenn wir uns nichts vorzuwerfen haben: wenn wir das Leben so anwenden, wu wir sollen, warum sollten wir uns wohl fürchten, dasselbe zu verlassen ? Wir geben blos dasjenige wieder, was uns geliehen worden. Em weiser Mann sollte das Leben eben so verlassen, wie er von einemGast- mahle, zu dem er emgekaden war, weggeht. Wäre eS nicht lächerlich, wenn er verlangte, daß ihn sein Wiyth stets bey sich behalten sollte? Ist nicht


