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Wochenblatt.

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wahren, gesund und schön. Schon drcy Monat lang hatten sie ibn bey sich, und mit der äussersten Treue und Sorgfalt gepflegt/ als Lamons Ge­liebte Pchre Zeichen, daß sie schwanger sey, an sich bemerkte. Sie dank­ten beyde der Vorsicht vor dieses gnädige Merkmal ihres Segens, und doch verminderte dieser Umstand die Liebe für den kleinen Lubin nicht im ge­ringsten; er verdiente dieselbe auch durch sein gutes Herz, ferne Folgsam­keit und andre Eigenschaften, vollkommen. Bald sahen ferne jPflegeal- tern ihren liebsten Wunsch, durch die Geburt einer Tochter, Die sie Pe- Mte nannten, erfüllt. Ohne Neid theilte Lubin mit ihr Die Liebkosungen Oer Aelterri, er übernahm freywillig und mit einem sichtbaren Vergnügen das Amt, sie zu wiegen, und verdiente sich Dadurch Das Wohlwollen Der letztern immer mehr und mehr. Die Jahre der Kindheit verflossen bey bey- den heiter und glücklich. Lubin war jetzt achtzehn, und Perette vierzehn Jahr alt, als sie die Heerden ihrer Aeltern zur Aufsicht bekamen. Sie liebten sich beyde so unschuldig, wie Bruder und Schwester. Sie wei­deten immer auf einerlei) Triften, und entfernten sich selten von einander, Denn es schien, als könnte eins nicht ohne Das andre leben. Bald setzten sie sich unter Die kühlen Schatten eines Baums, unD sangen Die wechselsei­tigen Empfindungen ihrer jugendlichen Herzen. Bald flochten sie sich Kran­ze in Die Haare, und hüpften mit Durchschlungnen Armen über Die Blu­men. Bald haschten sie einander, bald steckten sie ein Ziel aus, nachdem sie wetteifernd liefen. Unter so unschuldigen Freuden verstrich ihnen unver­merkt ein Tag nach dem andern.

" Philint, eines benachbarten Einwohners einziger Sohn, liebte Pe- retten, und war über Die reizende Vertraulichkeit, in der sie mit ihrem ver- mepntep Bruder lebte, eifersüchtig. Der ganzen Gegend war die edle That LamonS an Dem jungen Lubin bekannt, er allein wußte sie nicht. Philint suchte sich LubinS Freundschaft, und durch sie eine Gelegenheit zu erwerben, bereiten seine Liebe zu gestehn. Die Ausführung dieses Vor­satzes kostete ihm wenig Mühe. Lubin hatte ein gutes offnes Herz, und traute üjm also nichts Böses zu. Philint war, gegen Lubin gehalten, keineSweges reizend, aber ohne ihn erträglich. Desto stärker war er in der Kunst, sich zu verstellen, durch die er sich auch allenthalben einzu­schmeicheln wußte.

D d 2 Einst