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in bessern Stand zu setzen. Der Segen des Himmels begleitete augenscheinlich alle lhre Unternehmungen. Ihre Heerde vermehrte sich zusehend; ihr Weinberg, ihr Garten, ihre Aecker waren die reichhaltigsten der ganzen Gegend; denn sie, die Bester derselben, waren fromm und fleißig.
Einst kam Lamon ungleich früher, als er sonst pflegte, nach Hause. Sein Weib erschrack, und fürchtete, es sey ihrem Geliebten em düfer Zufall begegnet. Sie hatte auch nicht ganz unrecht. Halb todt warf er sich in ihre Arme, er sprach kein Wort, er vergoß keine Thräne; er lag ohne Empfindung an ihrer Brust.
Einige Augenblicke waren ihre Fragen, ihre Bitten, ihre Thrancn, sein tödteudes Geheimniß zu entwickeln, vergeblich angewendet. Sie hielt ihn starr auf ihrem Schoos, und gerieth fast in eine gleiche Betäubung. Auf einmal rief er aus r „ er ist todt!" Sie ermunterte sich, und fragte ihn um den Namen des Verstorbenen; aber er verfiel wieder in seinen vorigen Schlummer. - „ Ja er ist todt,, schrie er bald wiederum mit ängstlicher Stimme. - Nun konnte sie langer nicht in der schrecklichen Unwissenheit bleiben, sie hob ihn auf, und versuchte vielerley Mittel, ihn zu ermuntern; aber alles, eine Zeitlang, umsonst ; sie fieng ein kläglich Ge- schrev an., nannte ihn oft bey seinem Taufnamen , und brachte es endlich so weit, daß er voll Verzweiflung ausrief: „Ach unser Lubin ist vorüber l" Er erzählte ihr, da er sich allmahlig wieder erhohlee: er habe heute neben ihm geackert, sie hätten sich von der fruchtbaren Witterung des heutigen Tages lange unterhalten, drauf sey Lubin niedergekniet, um dem Geber alles Guten ein Dankgebet seines frohen Herzens zu opfern, als er über wieder aufstehen wollen, todt an den Pflug hingesunken, und dieser schnelle Tod wäre die Ursache seines ausserordentlichen Schreckens gewesen, Bcyde beklagten darauf mit freundschaftlichen Thränen sein jählinges Ende „Achl sagte Lamon zu seiner Gattin, laß uns zeigen, daß wir ihn aufrichtig geliebt haben; laß uns sein Kind, diese unglückliche Waise, zu uns nehmen, sie ihm zum Andenken erziehen , da es zumal scheint, atS wenn wir ohne Kinder sterben würden. Unsre Redlichkeit wird nicht unbelohnt bleiben." Die gute Frau weinte einige Thranen, gieng nach dem Kinde, trug es in ihre Wohnung, und legte eö freudig in den SchoS seines neuen Vaters, der es mit Küssen und Liebkosungen überschüttete, und alS ein eignes Kind zu erziehen beschloß. Es war ein Knabe von drey


